Vergewaltigungsvorwürfe Polizei in Las Vegas fordert DNA-Probe von Ronaldo an

Die Polizei in Las Vegas hat bei den italienischen Behörden eine DNA-Probe des Fußballers Cristiano Ronaldo angefordert. Der Anwalt des 33-Jährigen spricht von einem "sehr üblichen Antrag".

Cristiano Ronaldo in Dubai
AFP

Cristiano Ronaldo in Dubai


Infolge der Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo hat die Polizei in Las Vegas eine DNA-Probe des Fußballers angefordert. Das berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf einen Strafverfolger. Die Polizei bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass ein "offizieller Antrag" an Behörden in Italien ergangen sei - in Italien spielt Ronaldo derzeit für den Verein Juventus Turin. DNA-Beweise würden auf dieselbe Art gesammelt wie in anderen Fällen sexueller Übergriffe.

Die Amerikanerin Kathryn Mayorga wirft Ronaldo vor, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Der SPIEGEL hatte im Frühjahr 2017 zuerst darüber berichtet. Die Unterlagen dazu stammen zu großen Teilen von der Enthüllungsplattform Football Leaks.

Mayorga hat in Las Vegas Zivilklage gegen Ronaldo erhoben. Der damals 24-jährige Portugiese habe sie dort in einem Nachtklub kennengelernt, in seine Hotelsuite eingeladen und sie dann vergewaltigt, heißt es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei "normalerweise ein Gentleman".

Ronaldo weist die Vergewaltigungsvorwürfe zurück.

Als wichtiges Beweisstück gilt in dem Fall Mayorgas Kleid von besagtem Abend. An diesem sei andere DNA als ihre eigene festgestellt worden, berichtete das "Wall Street Journal". Die Probe aus Italien solle nun mit dieser Probe abgeglichen werden. Erst wenn alle Beweismittel gesammelt sind, dürfte die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben, die über eine mögliche Anklage gegen Ronaldo entscheidet.

Ronaldos Anwalt Peter Christiansen sagte am Donnerstag, was in Las Vegas zwischen seinem Mandanten und Mayorga vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen. "Es würde deshalb nicht verwundern, wenn DNA vorhanden wäre oder die Polizei diesen sehr üblichen Antrag als Teil ihrer Ermittlungen stellen würde." (Mehr über die Verteidigungsstrategie von Ronaldos Anwälten erfahren Sie hier.) Im Oktober hatte Ronaldo der französischen Zeitschrift "France Football" gesagt, dass "die Wahrheit ans Licht kommen" werde.

Anzeige

aar/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.