Das macht den Dartsport aus
Die Dartscheibe teilt sich in 20 Felder mit Wertigkeiten von eins bis 20 auf. Dabei sind die Felder mit sich abwechselnden ein- und zweistelligen Zahlen so angeordnet, dass bei einem Wurfabstand von 2,37 Metern eine hohe Treffsicherheit erforderlich und nicht der Zufall entscheidend ist.
Den Mittelpunkt bildet das rote Bull's Eye auf einer Höhe von 1,73 Metern. Ein Treffer bringt 50 Punkte ein. Umgeben wird es von dem grünen Single Bull, welches 25 Punkte beinhaltet.
Des Weiteren ist die Scheibe in zwei Ringe aufgeteilt. Der äußere wird als Doppel-Feld bezeichnet und verdoppelt die geworfene Punktzahl. Der innere Dart Triple-Ring verdreifacht sogar das geworfene Feld und bringt die höchsten Punktzahlen. So ist nicht das Bull's Eye das wichtigste Feld, sondern die dreifache 20.
Ein hochwertiges Board besteht meistens aus afrikanischen Sisal-Fasern, die sich beim herausziehen des Pfeils wieder in ihre ursprüngliche Form zusammenschließen.
Für jeden Wurfdurchgang hat ein Spieler drei Pfeile zur Verfügung. Diese bestehen aus der Metallspitze (Tip), einer metallischen Grifffläche (Barrel), einem Zwischenstück (Shaft) und dem Flight, welcher den Flugverlauf stabilisiert.
Ein Dartpfeil darf dabei nicht länger als 30,5 Centimeter bei einem maximalen Gewicht von 50 Gramm sein. Er erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h.
Die gängigste Spielvariante ist das "Double Out." Ein einzelnes Leg beginnt meistens bei 501 Punkten. Wer als Erster Spieler genau auf null Punkte herunterwirft, gewinnt das Leg. Dazu bedarf es im letzten Wurf jedoch einen Treffer in das Doppelfeld.
Dabei errechnen die Spieler den Punktestand und die notwendigen Kombinationen selbst oder lassen sich von Punkteschreibern und dem Sprecher informieren.
Wenn ein Spieler eine gewisse Anzahl an Legs holt (bei der PDC drei), gewinnt er den Satz. Erreicht ein Spieler eine bestimme Anzahl an Sätzen, gewinnt er das Spiel. Die Anzahl der Sätze nimmt oftmals mit ansteigendem Turnierverlauf zu. In der Vorrunde der WM sind fünf Sätze für den Gewinn des Spiels nötig, im Finale braucht man sieben gewonnene Sätze für den Triumph.
Wirft der Spieler mehr Punkte als erforderlich, hat er sich überworfen und der Wurf wird nicht gewertet.
Mit nur neun Darts, einem 9-Darter bzw. dem perfekten Spiel, ist es möglich, das Leg vorzeitig zu beenden.
In der bedeutendsten Dartorganisation, der Professional Darts Corporation (PDC), setzt sich die Weltrangliste seit 2007 nach dem gewonnenen Preisgeld der Spieler bei den jeweiligen PDC-Wettbewerben zusammen. Dabei werden die Hauptturniere der letzten zwei Jahre sowie die restlichen Pro-Turniere des vergangenen Jahres gewertet.
Während der WM, die jedes Jahr im Dezember und Anfang Januar in London ausgetragen wird, werden insgesamt über 1,23 Millionen Euro an Preisgeldern verteilt. Der neue Weltmeister bekommt umgerechnet 246.000 Euro und steigt in der Weltrangliste weit auf.
Phil Taylor ist als fünfzehnfacher Weltmeister die Nummer eins der Welt (ca. 716.000 Euro), gefolgt von seinem Schützling Adrian Lewis (ca. 654.500 Euro), dem WM-Titelverteidiger.