Darts-WM: Legende Taylor holt seinen 16. Titel
Es war das Duell der Generationen im Darts - und es war ein packendes Finale der Weltmeisterschaft in London. Der Brite Phil Taylor besiegte den 29 Jahre jüngeren Michael van Gerwen und holte sich seinen 16. WM-Titel. Dabei lag der Niederländer zweimal aussichtsreich in Führung.
Hamburg - "The Power" ist zurück an der Macht: Rekordweltmeister Phil Taylor hat bei der Darts-WM in London seinen insgesamt 16. WM-Titel gewonnen. Der 52-Jährige aus dem englischen Stoke-on-Trent besiegte seinen 29 Jahre jüngeren Finalgegner Michael van Gerwen (23) aus den Niederlanden im Duell der Generationen 7:4.
Dabei begann das Finale für Taylor am Neujahrstag vor 2500 Zuschauern im ausverkauften Alexandra Palace in London gar nicht gut. Van Gerwen, genannt Mighty Mike, spielte zunächst ganz stark und führte mit 2:0-Sätzen. Taylor schüttelte phasenweise ungläubig den Kopf, wenn der Niederländer seine Pfeile exakt in die Doppel- und Triple-Felder feuerte.
Doch Taylor, im Halbfinale der Sieger gegen seinen alten Rivalen Raymond van Barneveld aus den Niederlanden, kam zweimal zurück. Erst glich er zum 2:2 aus; nach zwei erneuten Satzgewinnen van Gerwens zum 4:4. Anschließend holte sich Taylor den neunten Satz zum 5:4 und ging erstmals in diesem Finale in Führung - die Wende. Van Gerwen geriet zunehmend unter Druck und leistete sich zu viele Fehler, die Routinier Taylor bestrafte und am Ende gewann. Es war der 16. Titel von "The Power". Das Idol des Dartsports hatte bereits 1990, 1992, 1995 bis 2002, 2004 bis 2006, 2009 und 2010 die WM gewonnen.
Für seinen Sieg erhielt Taylor ein Preisgeld in Höhe von 200.000 britischen Pfund (etwa 245.000 Euro), van Gerwen bekam 100.000 britische Pfund (rund 122.500 Euro). Der Niederländer wäre im Falle eines Erfolges der jüngste Weltmeister der Darts-Geschichte gewesen. Er gilt im Darts als Mann der Zukunft.
Bei der WM hatte van Gerwen im Viertelfinale Titelverteidiger Adrian Lewis ausgeschaltet. Im Halbfinale gegen James Wade spielte er nicht nur die 501 Punkte mit 9 Würfen herunter, sondern auch 17 perfekte Darts in Serie - einen mehr als Taylor bei dessen vorherigem Rekord 2010.
kha/ham/sid/Reuters
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Den Mittelpunkt bildet das rote Bull's Eye auf einer Höhe von 1,73 Metern. Ein Treffer bringt 50 Punkte ein. Umgeben wird es von dem grünen Single Bull, welches 25 Punkte beinhaltet.
Des Weiteren ist die Scheibe in zwei Ringe aufgeteilt. Der äußere wird als Doppel-Feld bezeichnet und verdoppelt die geworfene Punktzahl. Der innere Dart Triple-Ring verdreifacht sogar das geworfene Feld und bringt die höchsten Punktzahlen. So ist nicht das Bull's Eye das wichtigste Feld, sondern die dreifache 20.
Ein hochwertiges Board besteht meistens aus afrikanischen Sisal-Fasern, die sich beim herausziehen des Pfeils wieder in ihre ursprüngliche Form zusammenschließen.
Ein Dartpfeil darf dabei nicht länger als 30,5 Centimeter bei einem maximalen Gewicht von 50 Gramm sein. Er erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h.
Dabei errechnen die Spieler den Punktestand und die notwendigen Kombinationen selbst oder lassen sich von Punkteschreibern und dem Sprecher informieren.
Wenn ein Spieler eine gewisse Anzahl an Legs holt (bei der PDC drei), gewinnt er den Satz. Erreicht ein Spieler eine bestimme Anzahl an Sätzen, gewinnt er das Spiel. Die Anzahl der Sätze nimmt oftmals mit ansteigendem Turnierverlauf zu. In der Vorrunde der WM sind fünf Sätze für den Gewinn des Spiels nötig, im Finale braucht man sieben gewonnene Sätze für den Triumph.
Wirft der Spieler mehr Punkte als erforderlich, hat er sich überworfen und der Wurf wird nicht gewertet.
Mit nur neun Darts, einem 9-Darter bzw. dem perfekten Spiel, ist es möglich, das Leg vorzeitig zu beenden.
Während der WM, die jedes Jahr im Dezember und Anfang Januar in London ausgetragen wird, werden insgesamt über 1,23 Millionen Euro an Preisgeldern verteilt. Der neue Weltmeister bekommt umgerechnet 246.000 Euro und steigt in der Weltrangliste weit auf.
Phil Taylor ist als fünfzehnfacher Weltmeister die Nummer eins der Welt (ca. 716.000 Euro), gefolgt von seinem Schützling Adrian Lewis (ca. 654.500 Euro), dem WM-Titelverteidiger.
- WM-Finalist Michael van Gerwen: Der Durch-Darter (01.01.2013)
- Darts-WM: Taylor im Finale, van Gerwen zaubert (31.12.2012)
- Darts-WM: Titelverteidiger Lewis scheitert im Viertelfinale (30.12.2012)
- Darts-WM: Rekordweltmeister Taylor zieht ins Halbfinale ein (29.12.2012)
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