Mixed Zone: Shami dominiert Hamburg-Marathon, Petkovic wird operiert

Zwei Äthiopier liefen beim Hamburg-Marathon allen davon. Andrea Petkovic lässt sich am Sprunggelenk operieren. Und: Eishockey-Nationaltrainer Jakob Kölliker hat sechs Spieler aus dem WM-Kader gestrichen.

Langstreckenläufer Shami: Neue Rekordzeit beim Hamburg-Marathon Zur Großansicht
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Langstreckenläufer Shami: Neue Rekordzeit beim Hamburg-Marathon

Hamburg - Dawit Shami hat den 27. Hamburg-Marathon gewonnen. Der 19-jährige Äthiopier lief die 42,195 Kilometer in 2:05:58 und verbesserte damit den Streckenrekord des Spaniers Julio Rey von 2006 (2:06:52) und fast eine Minute. Zweiter wurde sein Landsmann Dadi Yami vor Augustine Ronoh aus Kenia. Bei den Frauen war Rael Kiyara aus Kenia in 2:23:47 Stunden die Schnellste. Die Deutschen Falk Cierpinksi und Martin Beckmann verpassten hingegen die Norm für die Olympischen Sommerspiele (2:12), beide mussten frühzeitig aussteigen.

Den zeitgleich stattfindenden Düsseldorf-Marathon dominierten die Äthiopier Seboka Diriba Tola (2:08:27) und Agnes Jeruto aus Kenia (2:25:49) - ebenfalls mit Streckenrekorden. Jan Fitschen stieg nach 24 Kilometern aus und muss damit ebenfalls die Olympia-Teilnahme in London abhaken.

Andrea Petkovic lässt sich in der kommenden Woche wegen ihres doppelten Bänderrisses operieren - und fällt damit wohl definitiv für die Olympischen Sommerspiele aus. "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen", sagte die 24-Jährige. Die Verletzung hatte sie sich beim WTA-Viertelfinale in Stuttgart gegen die Weißrussin Wiktoria Asarenka zugezogen.

Eine knappe Woche vor Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaft in Stockholm und Helsinki hat Bundestrainer Jakob Kölliker sechs Spieler aus dem Kader gestrichen. Sie hatten auch im letzten Testspiel gegen die Slowakei (4:5 nach Penaltyschießen) nicht überzeugen können. Nicht dabei sein werden die Verteidiger Felix Petermann, Tim Schüle und Moritz Müller sowie die Stürmer Jerome Flaake, Martin Buchwieser und Daniel Pietta. Der WM-Kader musste neu sortiert werden, weil Anfang der Woche NHL-Profi Marcel Goc und vier Profis von Vizemeister Adler Mannheim zum Team dazustoßen. "Ihre Qualitäten werden uns weiterbringen", sagte Kölliker.

Vier Einzelmedaillen, bis zu drei weitere Olympiatickets: Knapp drei Monate vor den Sommerspielen in London haben die deutschen Judoka bei der EM im russischen Tscheljabinsk eine gelungene Generalprobe abgelegt. Vor allem Romy Tarangul und Miryam Roper schürten mit ihren dritten Plätzen die olympischen Hoffnungen des Deutschen Judo-Bundes (DJB). Die dritte Bronzemedaille holte Mareen Kräh. Christophe Lambert muss trotz seines dritten Platzes in der Klasse bis 90 Kilogramm noch um die Qualifikation für London zittern.

Die britische Dressurreiterin Charlotte Dujardin hat beim Reitturnier in Hagen am den Grand Prix Special mit einem Weltrekord gewonnen. Die Mannschafts-Europameisterin führte ihren zehn Jahre alten Wallach Valegro zu 88,022 Punkten und verbesserte die alte Bestmarke des Niederländers Edward Gal mit Totilas (86,458). Dujardin gewann den Special vor Anna Kasprzak aus Dänemark (79,844) mit Donnperignon und Anabel Balkenhol (78,244) mit Dablino. Die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (76,578) wurde mit Don Johnson Vierte.

Ringer Nick Matuhin hat beim Qualifikationsturnier im chinesischen Taiyuan ein Ticket für die Olympischen Sommerspiele gelöst. Der Schwergewichtler vom 1. Luckenwalder SC setzte sich im Halbfinale mit einem Schultersieg gegen den Südkoreaner Nam Koung-Jin durch. Zuvor hatten sich Europameister Frank Stäbler und Alexandra Engelhardt den deutschen Ringern Startplätze für London gesichert.

psk/sid/dpa

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Eishockey-Glossar
Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.
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