Daytona 500: Danica Patrick fährt als erste Frau auf Pole-Position

Danica Patrick ist in den USA ein Superstar und eine der erfolgreichsten Rennfahrerinnen der Geschichte. Nun hat sich die 30-Jährige als erste Frau die Pole-Position des legendären Nascar-Rennens Daytona 500 gesichert. Dabei lief es zuletzt alles andere als gut für Patrick.

Nascar-Pilotin Patrick: "Wir haben unsere Hausaufgaben bereits im Winter gemacht" Zur Großansicht
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Nascar-Pilotin Patrick: "Wir haben unsere Hausaufgaben bereits im Winter gemacht"

Hamburg - Als erste Frau in der über 60-jährigen Geschichte der Tourenwagenserie Nascar startet Danica Patrick beim 500-Meilen-Rennen in Daytona von der Pole-Position. Die 30-Jährige sicherte sich am Sonntagnachmittag (Ortszeit) Rang eins im Sprint Cup mit einer Zeit von 45,817 Sekunden. Dabei war Patrick in ihrem Chevrolet 33 Tausendstelsekunden schneller als ihr Markenkollege, der viermalige Nascar-Champion Jeff Gordon (45,850 Sekunden).

"Ich bin stolz und freue mich für das Team. Wir haben unsere Hausaufgaben im Winter gemacht, nicht hier in Daytona", sagte Patrick. "Heute ging es nur darum, eine saubere Linie zu fahren, und dies ist mir offenbar gelungen." Bei bisher zehn Rennen war Position 23 der beste Startplatz für den Nascar-Neuling gewesen.

Gordon, der bei der 55. Auflage des Daytona 500 am kommenden Sonntag neben Patrick aus der ersten Reihe startet, wusste nicht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. "Ich kann immerhin sagen, dass ich heute der schnellste Kerl war", scherzte er.

Schon im Training war nur Patrick unter 46 Sekunden geblieben. Im Qualifying raste sie in ihrem 850-PS-starken Wagen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 316 km/h durch das 2,5-Meilen-Oval und war dabei so schnell unterwegs wie seit 1990 kein anderer Fahrer.

Für Furore hatte Patrick zuvor in der IndyCar Serie, dem US-Pendant zur Formel 1, gesorgt. 2005 erzielte sie jeweils mit Platz vier die beste Startposition und das beste Endergebnis einer Frau beim berühmten Indy 500. Am 20. April 2008 gewann Patrick im japanischen Motegi als erste Frau überhaupt ein IndyCar-Rennen.

luk/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Unfair
edgarzander 18.02.2013
Ist ja auch unfair. Sie dürfte 30 kg leichter als ihre männlichen Kollegen sein und hat dann eben das Gaspedal durchgedrückt. Naja, vielleicht hört man wieder von ihr nach dem Rennen. Lass krachen Danica!
2.
totalmayhem 18.02.2013
Zitat von sysopIndyCar Serie, dem US-Pendant zur Formel 1
Bravo. Aber das hier ist in etwa so aberwitzig, wie die Behauptung, der Ford Mustang waere das US-Pendant zum Bugatti Veyron.
3. A beauty and a beast
46_thedoctor 18.02.2013
Tolle Leistung, genau die richtige Herausforderung für die NASCAR-Machos aus den US-amerikanischen Südstaaten.
4. Hmmm...
unifersahlscheni 18.02.2013
...wenn das Tim Taylor wüsste...! ;-)
5. Falsch
namenwerdenüberbewertet 18.02.2013
Zitat von sysopDanica Patrick ist in den USA ein Superstar und eine der erfolgreichsten Rennfahrerinnen der Geschichte. Nun hat sich die 30-Jährige als erste Frau die Pole-Position des legendären Nascar-Rennens Daytona 500 gesichert. Dabei lief es zuletzt alles andere als gut für Patrick. Daytona 500: Danica Patrick fährt als erste Frau auf Pole Position - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/daytona-500-danica-patrick-faehrt-als-erste-frau-auf-pole-position-a-883988.html)
Ein Hinweis an die Redaktion: Ohne die Leistung hier schmälern zu wollen: Sie hat die Pole-Position in einem der beiden Duelle mit deren Hilfe die Startreihenfolge im Rennen festgelegt wird. Also: Daytona 500 besteht aus 1) Qualifikation für die zwei Duelle 2) 2 Duell-Rennen, welche die Startreihenfolge im Rennen festlegen (Aussenbahn, Innenbahn) 3) Das Rennen Eine (bzw. zwei) schnelle Runden in Daytona zu fahren traue ich auch meiner Mutter zu. Hier entscheidet die Leistung des Boliden. NASCAR-Rennen sind aber Ausdauerveranstaltungen, für Mensch wie Maschine.
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