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EM-Vorbereitung: Deutsche Handballer gewinnen gegen Tunesien

DHB-Spieler Dissinger: Acht Tore gegen Tunesien Zur Großansicht
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DHB-Spieler Dissinger: Acht Tore gegen Tunesien

In zehn Tagen beginnt die Handball-EM, Verletzungen haben die deutsche Nationalmannschaft in der Vorbereitung zurückgeworfen. Wer kann Kapitän Uwe Gensheimer ersetzen? Wer Rechtsaußen Patrick Groetzki? Das Testspiel gegen Tunesien gab erste Anhaltspunkte.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist erfolgreich in die Vorbereitung zur Europameisterschaft gestartet. Zehn Tage vor dem Turnierstart in Polen besiegte das von Verletzungssorgen geplagte Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson Tunesien 37:30 (20:18). Bester deutscher Werfer in der ausverkauften Stuttgarter Arena war Christian Dissinger mit acht Toren.

Die Mannschaft habe gegen den mehrfachen Afrikameister "ganz gute Dinge gezeigt", sagte Kapitän Steffen Weinhold im TV-Sender Sport 1. Trainer Sigurdsson sagte: "Darauf kann man aufbauen. Ich habe viele positive Zeichen gesehen". Vor allem der Angriff gefiel dem Isländer, Kritik übte er allerdings an der Abwehr- und Torwartleistung vor allem in der ersten Halbzeit. "Das waren insgesamt neun Tore zu viel."

Die Partie war der Auftakt in eine dreiteilige Testspielreihe, Samstag und Sonntag tritt die DHB-Auswahl gegen Island an. Bei der Endrunde in Polen trifft Deutschland in der schweren Vorrundengruppe C auf Spanien (16. Januar), Schweden (18. Januar) und Slowenien (20. Januar, alle Spiele im Liveticker bei SPIEGEL ONLINE).

Gleich zu Beginn der EM-Vorbereitung war Sigurdsson zur Improvisation gezwungen. Mit Kapitän Uwe Gensheimer (Wadenverletzung) und Rechtsaußen Patrick Groetzki (Wadenbeinbruch) fehlen dem deutschen Team in Polen zwei Schlüsselspieler.

Weil Rune Dahmke, der einzige im Kader verbliebene Linksaußen, noch angeschlagen ist, setzte Sigurdsson gegen Tunesien zunächst auf einen gelernten Rückraumspieler: In seinem erst neunten Länderspiel war dem jungen Niclas Pieczkowski die Verunsicherung auf der ungewohnten Position aber deutlich anzumerken. Dem gelernten Spielmacher gelang nicht ein Treffer.

Ohnehin startete die vom gewohnt experimentierfreudigen Sigurdsson durchgemischte Mannschaft etwas schleppend ins Spiel. Nach sechs Minuten lagen die Afrikaner 6:3 in Führung.

Erst danach fanden die Deutschen besser ins Spiel. Die starken Rückraumspieler Dissinger und Steffen Fäth brachten das Team mit ihren Treffern zurück in die Partie, auch Weinhold drehte nach der Pause auf. Nach 33 Minuten war die DHB-Auswahl auf 23:18 davongezogen. Überraschend stark zeigte sich der zweite Keeper Andreas Wolff, der einige Großchancen der Tunesier parierte.

Nach dem Seitenwechsel blieb Sigurdsson seiner Linie treu und wechselte kräftig durch. Dissinger war der nächste, der sich auf Gensheimers Position probieren durfte - aber auch er fand sich wie später Martin Strobel auf dem linken Flügel nicht zurecht.

luk/dpa

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Hallenhandball-Europameister der Männer
Jahr Sieger (Endspiel-Ergebnis)
2014 Frankreich (41:32 vs. Dänemark)
2012 Dänemark (21:19 vs. Serbien)
2010 Frankreich (25:21 vs. Kroatien)
2008 Dänemark (24:20 vs. Kroatien)
2006 Frankreich (31:23 vs. Spanien)
2004 Deutschland (30:25 vs. Slowenien)
2002 Schweden (33:31 n.V. vs. Deutschland)
2000 Schweden (32:31 n.2xV. vs. Russland)
1998 Schweden (25:23 vs. Spanien)
1996 Russland (23:22 vs. Spanien)
1994 Schweden (34:21 vs. Russland)


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