Mixed Zone: Davis-Cup-Team droht schwerer Gegner, DOSB hält an Zielvereinbarungen fest

Dem deutschen Davis-Cup-Team droht nach dem verhinderten Abstieg das Hammerlos. Der DOSB will seine Zielvereinbarungen mit den Verbänden nicht nach unten korrigieren. Und: Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf ist an der Achillessehne operiert worden.

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Deutsches Davis-Cup-Team: Hammerlos droht

Hamburg - Gerade erst hat sich das deutsche Davis-Cup-Team durch den 3:2-Erfolg über Australien den Verbleib in der Weltgruppe gesichert, schon droht für die Erstrunden-Partie Anfang Februar 2013 ein richtig schwerer Gegner. Weil die Tennis-Auswahl von Bundestrainer Patrik Kühnen bei der Auslosung am kommenden Mittwoch in London laut Weltverband ITF nicht zu den gesetzten Teams gehört, sind Duelle mit den diesjährigen Finalisten Spanien und Tschechien sowie Partien gegen Argentinien, Serbien, Frankreich, USA, Kroatien und Kasachstan möglich.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat in einem Beschluss zum Thema "Olympiastützpunkt Erfurt - Dopingvorwürfe" festgehalten, dass der Mediziner Andreas Franke als freier Vertragsarzt des Olympiastützpunktes Thüringen "gegen Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen" hat. Bei dieser Feststellung bleibe es, auch wenn die Staatsanwaltschaft Erfurt das Ermittlungsverfahren im Juli 2012 eingestellthabe. Der DOSB rät Sportlern deshalb davon ab, sich weiterhin von Franke behandeln zu lassen. Er hatte bei mehreren Athleten eine fragwürdige UV-Blutbehandlung durchgeführt.

Zudem hält der DOSB an den kritisierten Zielvereinbarungen mit den Verbänden fest und will 2016 bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro erfolgreicher sein als dieses Jahr in London. Dazu bedürfe es allerdings "einer Steigerung der verfügbaren finanziellen Mittel, um im verschärften Wettbewerb mit den anderen Nationen bestehen zu können". Ansonsten drohe das Abrutschen auf Mittelmaß, warnte das DOSB-Führungsgremium auf einer Sitzung in Frankfurt/Main.

Die deutsche Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf ist an der Achillessehne operiert worden. Die 29-Jährige hatte sich am vergangenen Samstag beim Mehrkampf-Challenge im französischen Talence über 100-Meter-Hürden einen Sehnenriss im rechten Fuß zugezogen. Bei den Olympischen Spielen in London hatte Schwarzkopf die Silbermedaille in einem dramatischen Siebenkampf gewonnen, ihr WM-Start im August 2013 in Moskau ist fraglich.

Die chinesische Shorttrackerin Wang Meng ist nach Ablauf ihrer Sperre wegen einer Prügelei wieder ins Training eingestiegen. Im August vergangenen Jahres war die 27-Jährige nach einer durchzechten Nacht zusammen mit fünf Teamkollegen zu spät zum Training erschienen. Als Team-Manager Wang Chunlu sie zur Rede stellte, schlug die viermalige Olympiasiegerin auf Trainer und Funktionäre ein. Wang wurde für 13 Monate gesperrt.

Die deutsche Fed-Cup-Spielerin Julia Görges ist beim WTA-Tennisturnier in Seoul schon in der ersten Runde gescheitert. Die 23-Jährige verlor gegen die Spanierin Silvia Soler-Espinosa 6:1, 6:7 (5:7), 2:6. Görges war bei der mit 500.000 Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung an Nummer fünf gesetzt. Schon bei den US Open in New York war Görges, die Nummer 20 der Welt, überraschend in der ersten Runde ausgeschieden.

fri/dpa

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