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31. Dezember 2012, 09:58 Uhr

Sport-Momente 2012

Balotelli, Bolt und die Beachboys

Von Nils Lehnebach und Michael Baltes

Ein Italiener schockt Deutschland, ein Jamaikaner verzaubert London: Das Sportjahr 2012 hatte viele emotionale Höhepunkte zu bieten. Was waren die packendsten Siege, die fantastischen Rekorde, aber auch die bittersten Niederlagen? Der Rückblick.

Hamburg - Er steht da wie in Stein gemeißelt. Das Trikot vom Leib gerissen, die Muskeln zum Zerreißen angespannt. Mario Balotelli verharrt in dieser Jubelpose, bis ihn seine Mitspieler erreichen. Ein Augenblick, der zur gefühlten Ewigkeit wird und sich aus deutscher Sicht als der wohl bitterste Sport-Moment 2012 ins Gedächtnis einbrennt.

Mit zwei Treffern lässt Balotelli den deutschen Traum vom Triumph bei der Fußball-Europameisterschaft im Halbfinale platzen. Für die Nationalspieler des FC Bayern ist es die nächste bittere Pleite innerhalb weniger Wochen: Im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea wird Bastian Schweinsteiger zur tragischen Figur. Er vergibt den entscheidenden Elfmeter, fassungslos zieht er sich nach seinem Pfostenschuss das Trikot über den Kopf.

Grund zum Jubeln hat dagegen Robert Harting: Der Diskuswerfer sichert sich nach Welt- und Europameisterschaft auch olympisches Gold in London. Anschließend beweist er auf seiner Ehrenrunde ungeahnte Fähigkeiten als Hürdenläufer - das obligatorische Zerreißen seines Trikots darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Überraschungssieg gelingt den Beachvolleyballern Julius Brink und Jonas Reckermann: Als erstes europäisches Team holen die Beachboys Gold.

Vettel gelingt Titel-Hattrick, Schumacher sagt Adieu

Die Superstars der Sommerspiele sind aber andere: Der US-Amerikaner Michael Phelps schwimmt allen davon, feiert weitere vier Olympiasiege und setzt als Rekordtitelträger mit 18 Goldmedaillen eine Marke für die Ewigkeit. Im Olympiastadion wird die große Usain-Bolt-Show gefeiert. Der jamaikanische Sprint-Superstar läuft wie von einem anderen Stern und wiederholt seinen Gold-Hattrick von Peking.

Das letzte Ausrufezeichen des Jahres setzt Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Pilot wird nach einem spektakulären Rennen in São Paulo zum dritten Mal in Folge Formel-1-Weltmeister. In der Stunde des Triumphs geht der Abschied von Michael Schumacher fast ein wenig unter. Mit Platz sieben im letzten Saisonrennen verlässt der Rekordchampion die Königsklasse des Motorsports - dieses Mal wohl für immer.

Balotelli, Bolt, Vettel: 2012 hatte noch viele weitere Höhepunkte zu bieten. SPIEGEL ONLINE blickt zurück auf ein außergewöhnliches Sportjahr voller Emotionen, auf große Sieger und bittere Niederlagen - klicken Sie hier.

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