Nachkontrollen 23 Athleten haben bei Olympischen Spielen 2012 gedopt

Bei Nachkontrollen zu den Olympischen Spielen 2012 in London sind 23 Sportler positiv getestet worden. Das gab das Internationale Olympische Komitee bekannt.

Logo der Olympischen Spiele 2012
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Bei Nachtests von 265 Dopingproben der Olympischen Spiele 2012 in London sind 23 Sportler überführt worden. Dies gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) bekannt. Die betroffenen Aktiven aus fünf Sportarten stammen aus sechs Ländern. Namen nannte das IOC nicht, die Öffnung der B-Proben steht noch aus.

Möglich gemacht wurden die Befunde durch verfeinerte Analyseverfahren. Das IOC kündigte an, weitere Tests durchzuführen, sodass sich die Anzahl verdächtiger Sportler weiter erhöhen kann. Den betroffenen Sportlern droht der Ausschluss von den Sommerspielen im August in Rio de Janeiro.

Deutsche Sportler wohl nicht betroffen

Deutsche Sportler sind von den positiven Nachtests der Dopingproben wahrscheinlich nicht betroffen. "Wir haben vom IOC keine Mitteilung bekommen", sagte Ulrike Spitz, Pressesprecherin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Nachrichtenagentur sid am Freitagnachmittag. Das IOC hatte seine Mitteilung über 23 positive Nachtests gegen 13.00 Uhr veröffentlicht.

Am 17. Mai hatte das IOC bereits vermeldet, dass bei 454 Nachtests der Olympischen Spiele 2008 in Peking 31 Sportler positiv getestet worden waren. Wie das IOC nun mitteilte, wies eine weitere Probe von Peking Unregelmäßigkeiten auf.

"Die Nachkontrollen zeigen unsere Entschlossenheit im Kampf gegen Doping", sagte IOC-Präsident Thomas Bach und ergänzte: "Wir wollen die Doper von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro fernhalten. Aus diesem Grunde handeln wir so schnell. Ich habe bereits eine Disziplinarkommission benannt, die mit der Befugnis ausgestattet ist, Entscheidungen im Sinne des IOC herbeizuführen."

mon/mka/dpa/sid

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insgesamt 62 Beiträge
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Seite 1
hasipapa 27.05.2016
1. Wartezeit
Wieso wartet man so lange mit den Nachtesten. Bis es politisch genehm ist ? Die Nachtester sind unglaubwürdig.
hei-nun 27.05.2016
2. Details wie immer ...
..., die aber kaum interessieren, weil ja immer die gleichen Übeltäter erwischt werden: Egoisten zur Optimierung ihrer persönlichen Wirtschafts-Situation, Staats-Doper zum Beweis der "Überlegenheit" ihres "Systems" und zur Freude ihrer Führer. Der alberne Medaillenspiegel (einmal Gold zählt mehr als 100 mal Silber !) trägt auch zum (Staats)-Doping bei ! Eigentlich sollten doch alle aus DDR-Doping-Zeiten gelernt haben ! Aber gerade die Funktionärs-Garde (z.B. IAAF) schließt die Augen !
Das Pferd 27.05.2016
3.
23 Teilnehmer, könnte man als eigenständige olympische Disziplin etablieren.
Peter Eckes 27.05.2016
4. .
Namen! Namen! Namen! Warum keine Namen?
siebke 27.05.2016
5. Igel und Hase
...erinnert mich daran. Wer ist schneller bei neuen Dopingsubstanzen......die Doper und Anhang sind einfach....schlauer..
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