Doping-Nachtests von Peking 31 überführten Sportlern droht Rio-Sperre

Neuer Dopingskandal im Weltsport: Mindestens 31 Athleten droht eine Sperre für die Olympischen Spiele in Rio. Sie hatten 2008 in Peking betrogen und wurden nun überführt.

Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking
REUTERS

Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking


Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat bei Nach-Tests von Proben der Sommerspiele 2008 in Peking 31 Athleten des Dopings überführt. Das gab die Organisation in Lausanne bekannt. Die positiven Resultate wurden demnach bei 454 ausgewählten Dopingproben festgestellt.

Namen nannte das IOC noch nicht. Es soll sich aber um Sportler sechs verschiedener Disziplinen aus zwölf Ländern handeln. Der Dopingskandal könnte sich noch ausweiten. Jetzt schon droht den angesprochenen 31 Athleten eine Sperre für die anstehenden Spiele von Rio de Janeiro (5. bis 21. August).

Es sollen in Kürze weitere 250 Dopingproben ausgewertet werden, die 2012 bei den Spielen von London genommen worden waren. Außerdem forderte das IOC die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada auf, eine Untersuchung der massiven Doping-Vorwürfe gegen Russland bei den Winterspielen in Sotschi einzuleiten. Zudem sei das Olympische Komitee Russlands aufgefordert worden, eine vollständige Kooperation zu gewährleisten.

In der Mitteilung des IOC wird betont, dass die Proben von Peking und London mit neuesten wissenschaftlichen Methoden und Verfahren untersucht worden seien. Das Komitee bemühte sich, die Dopingfälle als "entschlossenes Vorgehen zum Schutz der sauberen Athleten" darzustellen.

rae/sid/dpa

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danreinhardt 17.05.2016
1. Kein Wunder
Die Leistungen lassen sich gar nicht anders erreichen. Nur wer mehr und unauffälliger dopt hat überhaupt noch eine Chance. Eine Perversion der Selektion, die immer extremer Ausmaße erreichen wird, wenn nicht das Publikum mit harten Sanktionen reagiert.
samoth.13 17.05.2016
2. lebenslang raus und gut
Die einzige Lösung erscheint mir lebenslanges sperren zu sein, Ohne Gnade , Ohne aussetzen etc.
hisch88 17.05.2016
3.
Wäre nett, wenn man wenigstens die Länder jetzt schon nennen würde.
frank.huebner 17.05.2016
4. Lebenslange Sperren
Wenigjährige Sperrungen augen anscheinend nciht als Abschreckung. Also lebenslange Sperrung für alle internationalen Wettbewerbe. Punkt. Bei Mehrfachverstößen eines Verbandes denselbigen für 5 Jahre von allen internationalen Wettbewerben ausschließen. und eine Strafzahlung von einigen Millionen Dollar, die dann in die Verbesserung von Dopingtests fließen müssen. Anders scheint es nicht zu gehen.
sample-d 17.05.2016
5. ...bin für längere Wartezeit
8 Jahre halte ich für eine zu kurze Zeitspanne, um Dopingtests nach olympischen Spielen durchzuführen. Es dürfte für die Sportler wesentlich entspannter sein, wenn man mit den Tests nicht vor deren Ableben beginnt...
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