Dopingsünder: Armstrong verweigert Zusammenarbeit mit Usada

Ex-Radstar Armstrong: Ein Korb für die Usada Zur Großansicht
dapd

Ex-Radstar Armstrong: Ein Korb für die Usada

In der Vorwoche noch reuig, jetzt schon wieder widerborstig: Lance Armstrong geht auf Konfrontationskurs zur US-Anti-Doping-Agentur Usada. Er werde mit den Ermittlern nicht zusammenarbeiten, sagte sein Anwalt. Stattdessen bot Armstrong dem Radsport-Weltverband UCI seine Kooperation an.

Hamburg - Der ehemalige Radstar Lance Armstrong hat der amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada hinsichtlich eines tiefergehenden Dopinggeständnisses eine Absage erteilt. Vielmehr plane der Texaner, mit Verantwortlichen des Radsport-Weltverbands UCI oder der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) zu kooperieren.

Die Usada habe nicht die Autorität, die Dopingermittlungen voranzutreiben, teilte Armstrongs Anwalt Tim Herman nach Informationen der Nachrichtenagentur AP in einem Schreiben an die Usada mit. Die Anti-Doping-Agentur, durch deren Ermittlungen Armstrong erst aufgeflogen war, hatte dem früheren Radstar eine Deadline bis zum 6. Februar gesetzt.

Um das Ziel einer Säuberung des Radsports zu erreichen, müsse die Wada oder die UCI die Gesamtverantwortung tragen, teilte Herman mit. Demnach beabsichtige Armstrong eine Zusammenarbeit mit der von der UCI geplanten Wahrheits- und Versöhnungskommission, die in Zusammenarbeit mit der Wada agieren soll. Die genauen Eckpunkte des neuen Gremiums sollen am Montag bekanntgegeben werden.

Die UCI-Kommission gilt allerdings als heftig umstritten, da der Radsport-Weltverband selbst seit Jahren unter dem Verdacht steht, von Armstrongs Doping gewusst und es gedeckt zu haben.

aha/dpa

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insgesamt 35 Beiträge
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1. jeder normalbürger
schlagwort 26.01.2013
Zitat von sysopIn der Vorwoche noch reuig, jetzt schon wieder widerborstig: Lance Armstrong geht auf Konfrontationskurs zur US-Anti-Doping-Agentur Usada. Er werde mit den Ermittlern nicht zusammenarbeiten, sagte sein Anwalt. Stattdessen bot Armstrong dem Radsport-Weltverband UCI seine Kooperation an. Doping: Armstrong verweigert Zusammenarbeit mit Usada - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-armstrong-verweigert-zusammenarbeit-mit-usada-a-879829.html)
wäre längst im knast. aber dieser mensch scheint in den usa sowas wie narrenfreiheit zu besitzen. und die medien sollten endlich aufhören von einer dopingbeichte zu schreiben. der mann wurde klar überführt.
2. Lächerlich
miro67 26.01.2013
dieser Kommentar. Warum sollte ein Normalbürger EPO nehmen ? Und warum sollte die USADA Normalbürger kontrollierten ? Ich halte Lance Armstrong für den besten Radfahrer seiner Zeit, denn seine Mirbewerber waren auch gedopt bis zum Anschlag.
3. König der Doper
weltoffener_realist 26.01.2013
Zitat von miro67...Ich halte Lance Armstrong für den besten Radfahrer seiner Zeit, denn seine Mirbewerber waren auch gedopt bis zum Anschlag.
Vielleicht sollten Sie darüber noch einmal nachdenken. In einem System, in dem Doping enorme Leistungszuwächse ermöglicht, setzen sich folglich auch nur die durch, die a) bereit sind zu dopen und bei denen b) das Doping auch optimal anschlägt. Wer Doping mit seinem Gewissen oder seiner Gesundheit nicht vereinbaren konnte, scheidet in diesem Ausleseprozess schon auf unteren Stufen aus. Lance Armstrong ist somit nicht der beste Radfahrer seiner Zeit, sondern der beste dopende Radfahrer seiner Zeit. Der "König der Doper" um es auf den Punkt zu bringen. Wie das Ergebnis ohne Doping aussähe, können wir schlicht nicht wissen.
4. westliche machenschaften
wo_liegt_denn_dieses_land 26.01.2013
der armstrong fall ist im westlichen sport alltag seit zig jahren wird gedopt und durch aktuallisierung werden bestimmte medikamente aus den listen gestrichen, weil allgegenwärtig armstrong ist ein repräsentant dieser krimminellen gedankenguts für mich ist die moral vergewaltigt worden und man relativiert das damit, dass EIN sportler dies tat und dieser bestraft werden sollte heute ist es armstrong morgen die spanische fussballmanschaft dann die deutschen sportler usw. findet euch eben mit diesem ab!
5. (°_*)
floydpink 26.01.2013
Zitat von miro67... denn seine Mirbewerber waren auch gedopt bis zum Anschlag.
Ja, aber nur die Gedopten haben's überhaupt geschafft, Mitbewerber zu werden. Die Ehrlichen sind nie so weit gekommen. DAS sind die eigentlich Betrogenen.
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