Doping Nachtests überführen prominente Gewichtheber

Das Gewichtheben wird das Thema Doping nicht los: Bei Nachtests zu den Spielen von London 2012 sind wieder einmal zahlreiche Sportler aufgeflogen - darunter sind auch Medaillengewinner.

Ruslan Nurudinow
AFP

Ruslan Nurudinow


Bei Nachtests von den Olympischen Spielen 2012 in London sind erneut hochdekorierte Gewichtheber auffällig geworden. Dazu gehören nach Angaben des Weltverbands IWF unter anderem der ukrainische Goldmedaillengewinner Alexej Torochtij (bis 105 Kilogramm) und der Bronzemedaillengewinner Walentin Christow (Aserbaidschan/bis 56 Kilogramm). Christow war bereits von 2013 bis 2015 wegen Doping gesperrt. Alle überführten Athleten wurden von der IWF mit vorläufigen Sperren belegt.

Ebenfalls zu den genannten Sportlern gehört Rio-Olympiasieger Ruslan Nurudinow (Usbekistan/bis 105 Kilogramm). Er war in London Vierter geworden, ein Jahr später gewann er WM-Gold. Zudem wurden auch beim Weißrussen Mikalai Nowikau und der Armenierin Meline Dalusjan auffällige Werte festgestellt. Beide hatten in London keine Medaille geholt. Bei allen Sportlern wurden Anabolikarückstände nachgewiesen.

Über eine mögliche Aberkennung der Medaillen entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC). Anfang November hatte das IOC erneute Nachtests der Spiele in London angekündigt, bis zum 30. Oktober hatten nachträgliche Analysen zu 48 Sanktionen in Bezug zu den Sommerspiele 2012 geführt.

aha/sid



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
grandma_moses 23.12.2018
1. Das Doping interessiert doch gar nicht, weil es jeder vermutet...
...viel interessanter ist doch, dass olympische Medaillen im Männer-Gewichtheben in einer Klasse unter 56kg vergeben werden. Da fragt man sich doch, wer der kluge Kopf war, der sich sagte: 'Männer, die so schwer sind wie vier Bierkästen sollten dringend Gewichte stemmen dürfen und dafür belohnt werden!'
patschel 23.12.2018
2. Doping?
Die Sportler werden auch weiterhin Doping betreiben. Denn die Party nach dem Gewinn der Titel, Medaillen etc. ist doch das Beste. An diesem Tag stehen sie im Zentrum der Scheinwerfer. Der späte Entzug, der nach Jahren durch Überprüfungen erfolgt, geht doch in den Medien unter. Also, was zählt ist der Augenblick des angeblichen Sieges.
rainer82 24.12.2018
3. Wenn Doping-Täter nachträglich überführt werden,
ist das in der Regel nicht nur verbunden mit dem Verlust der Reputation, sondern auch mit der Notwendigkeit Preis- und Sponsorengeld zurück zu zahlen. Neben dem schlechten Ruf steht dann der finanzielle Ruin, und die Sperre führt dazu, dass neue Einnahmen nicht mehr möglich sind.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.