Kartenspiel Weltbester Bridge-Spieler wegen Dopings gesperrt

Der Dopingskandal bei der Nordischen Ski-WM erschüttert den Wintersport, doch auch bei Kartenspielen werden unerlaubte Mittel eingenommen. Das zeigt der Fall des Bridge-Spielers Geir Helgemo.

Kartenspiel (Symbolbild)
Jens Kalaene / picture alliance / dpa

Kartenspiel (Symbolbild)


Wie kann sich ein Kartenspieler Vorteile verschaffen? Geir Helgemo hat offenbar gehofft, dass ihm Testosteron-Doping dabei hilft, erfolgreich zu sein. Der Weltranglistenerste im Bridge ist vom Weltverband WBF nun für ein Jahr gesperrt worden. Der gebürtige Norweger, der für Monaco antritt, ist damit erst ab dem 21. November 2019 wieder spielberechtigt.

Dem 49-Jährigen wurden in einer am 29. September 2018 entnommenen Probe bei der "World Bridge Series" in Orlando das testosteronsteigernde Mittel Clomifen sowie synthetisches Testosteron nachgewiesen. Helgemo akzeptierte das Strafmaß, er muss zudem die Kosten für die Anhörung in Höhe von 3659 Euro tragen. Alle Ergebnisse seit der entnommenen Probe wurden annulliert.

Doping im Bridge ist überaus selten. 2013 wurde Roberto Rivera überführt. Der Italiener war wegen einer unzulässigen Anwendung von Diuretika (harntreibende Mittel) zu einer einmonatigen Sperre verurteilt worden.

bam/sid

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