Hamburg - Chinas Sportministerium will den Vorwurf der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada untersuchen, dass 99 Prozent des Rohmaterials für verbotene Dopingmittel von China aus im Internet vertrieben würden. "Es gibt Probleme mit dem illegalen Verkauf von Drogen im Internet", sagte Jiang Zhixue, Chef der chinesischen Anti-Doping-Agentur. "Deshalb haben wir uns entschlossen, diese Behauptung der Wada zu untersuchen."
Allerdings fordert China von der Agentur, ihre Anschuldigung zu konkretisieren und zu belegen. "Wir wundern uns, wo die 99 Prozent herkommen sollen und was es für Beweise dafür gibt", sagte Jiang. "Deshalb haben wir die Wada gebeten, uns eine detaillierte Erklärung zu geben."
Wada-Generaldirektor David Howman hatte in der vergangenen Woche behauptet, China sei das Zentrum der weltweiten Dopingproblematik. Das staatlich gelenkte chinesische Sportsystem hatte sich daraufhin "schockiert" gezeigt.
psk/dpa/sid
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