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19. Februar 2013, 14:03 Uhr

Illegaler Dopinghandel

China überprüft Vorwürfe der Wada

China sei das Zentrum des illegalen Dopinghandels, hatte Wada-Chef David Howman in der vergangenen Woche gesagt. Die chinesischen Sportbehörden zeigten sich in ihrer offiziellen Stellungnahme geschockt und kündigten an, die Behauptungen zu überprüfen.

Hamburg - Chinas Sportministerium will den Vorwurf der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada untersuchen, dass 99 Prozent des Rohmaterials für verbotene Dopingmittel von China aus im Internet vertrieben würden. "Es gibt Probleme mit dem illegalen Verkauf von Drogen im Internet", sagte Jiang Zhixue, Chef der chinesischen Anti-Doping-Agentur. "Deshalb haben wir uns entschlossen, diese Behauptung der Wada zu untersuchen."

Allerdings fordert China von der Agentur, ihre Anschuldigung zu konkretisieren und zu belegen. "Wir wundern uns, wo die 99 Prozent herkommen sollen und was es für Beweise dafür gibt", sagte Jiang. "Deshalb haben wir die Wada gebeten, uns eine detaillierte Erklärung zu geben."

Wada-Generaldirektor David Howman hatte in der vergangenen Woche behauptet, China sei das Zentrum der weltweiten Dopingproblematik. Das staatlich gelenkte chinesische Sportsystem hatte sich daraufhin "schockiert" gezeigt.

psk/dpa/sid

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