Doping Fuentes muss vor spanisches Gericht

Die "Operacion Puerto" steht vor dem Abschluss: Ab Januar stehen der mutmaßliche Doping-Arzt Eufemiano Fuentes und fünf weitere Angeklagte vor Gericht. Dem Spanier drohen zwei Jahren Haft. Belasten könnten ihn unter anderem die Zeugen Alberto Contador und Jörg Jaksche.

Eigenblut (Archivfoto von 2007): 35 Zeugen sollen im Fall "Operacion Puerto" aussagen
picture-alliance/ dpa

Eigenblut (Archivfoto von 2007): 35 Zeugen sollen im Fall "Operacion Puerto" aussagen


Hamburg - Der mutmaßliche Dopingarzt Dr. Eufemiano Fuentes sowie fünf weitere Angeklagte müssen sich ab Januar vor einem spanischen Gericht verantworten. Damit steht die als "Operacion Puerto" bekannt gewordene Doping-Affäre nach fast sieben Jahren vor dem Abschluss.

Nach einem Bericht der spanischen Tageszeitung "El País" sind insgesamt 35 Zeugen geladen, darunter auch der zweimalige Tour-de-France-Sieger Alberto Contador sowie der deutsche ehemalige Profi Jörg Jaksche. Fuentes droht bei einer Verurteilung wohl eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren.

Neben Fuentes müssen sich unter anderem auch die ehemaligen Teamchefs Manolo Saiz (Once/Liberty Seguros) und Vicente Belda (Kelme) rechtfertigen. Zudem werden Fuentes' Schwester Yolanda Fuentes, sein Laborchef José Luis Merino Batres, der Arzt Alfredo Cordova und Jose Ignacio Labarta belastet. Die Anklage lautet auf Gesundheitsgefährdung der Fahrer.

Der Fuentes-Fall zählt zu den größten Doping-Affären in der Geschichte des Radsports. Im Mai 2006 waren bei einer Razzia unter anderem eine große Menge an Blutbeuteln sowie Dopingmitteln gefunden worden. Durch ihre Verwicklung in die Affäre wurden zahlreiche Fahrer von der Frankreich-Rundfahrt 2006 ausgeschlossen, darunter auch Jan Ullrich.

Der einzige deutsche Tour-Sieger war im Februar vom Internationalen Sportgerichtshof Cas schuldig gesprochen worden, gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen zu haben. Er wurde zu einer zweijährigen Sperre rückwirkend vom 22. August 2011 verurteilt. Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes hat Ullrich für den Fuentes-Prozess jedoch keine Vorladung als Zeuge erhalten.

luk/sid



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