Hamburg - Seit November werden Deutschlands beste Pferde von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) auch außerhalb von Wettkämpfen unangemeldet kontrolliert. Im Rahmen einer Demonstration für das neue Verfahren wurde bekannt, dass rund 150 Kontrollen pro Jahr geplant sind.
Getestet werden Pferde aus den A-, B- und C-Kadern der drei olympischen Disziplinen Springreiten, Dressur und Vielseitigkeit. "Die Kontrollen bei Pferden außerhalb des Wettkampfs sind weltweit einmalig und Neuland im Anti-Doping-Bereich", sagte Nada-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann.
Den Großteil der Kosten von rund 150.000 Euro zahlt das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR). Die Nada hatte für die neuen Aufgaben eigens eine Veterinärsstelle eingerichtet, die Anfang 2012 besetzt wurde.
Seitdem wurden die Standards für die Durchführung von Trainingskontrollen bei Pferden erarbeitet. Diese Standards regeln die Abwesenheitsmeldungen durch Reiter oder Besitzer, die Durchführung der Proben, den Transport, die Analyse und die Sanktionierung von Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen.
chp/dpa
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