Doping in Kenia Mehrjährige Sperren für sieben Athleten

Sieben Sportler aus Kenia sind wegen Dopings vom nationalen Verband mit mehrjährigen Sperren belegt worden. Auch Crosslauf-Weltmeisterin Emily Chebet ist darunter.

Crossläuferin Chebet: Furosemid wurde nachgewiesen
AP/dpa

Crossläuferin Chebet: Furosemid wurde nachgewiesen


Der Dopingskandal bei Kenias Leichtathleten breitet sich aus. Am Freitag sprach der nationale Verband Athletics Kenia mehrjährige Sperren gegen insgesamt sieben Sportler aus, unter anderem wurde die zweimalige Crosslauf-Weltmeisterin Emily Chebet für vier Jahre aus dem Verkehr gezogen. Bei Chebet war das Diuretikum Furosemid nachgewiesen worden, das zur Maskierung von Dopingsubstanzen verwendet werden kann.

Ebenfalls vier Jahre Sperre erhielten 400-Meter-Hürdenläuferin Koki Manunga und 400-Meter-Sprinterin Joyce Zakari, die bei der WM im August in Peking für die beiden einzigen Dopingfälle gesorgt hatten. Auch bei ihnen wurde der Gebrauch von Furosemid nachgewiesen. Die weiter betroffenen Athleten sind Agnes Jepkosgei, Bernard Mwendia, Judy Jesire Kimuge und Lilian Moraa Marita, die alle international nicht zur Weltspitze gehören.

Insgesamt wurden bislang 43 kenianische Leichtathleten als Dopingbetrüger überführt, alleine 40 davon in den vergangenen drei Jahren. Den Afrikanern droht sogar der Ausschluss von den Olympischen Spielen. Damit hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) gedroht, falls Kenia nicht ernsthafter gegen Doping vorgeht.

Kenias Leichtathletik steht ebenso wie die in Russland im Verdacht, systematisches Doping zu betreiben. Der russische Verband ist bereits aus diesem Grund bis auf Weiteres vom Weltverband IAAF suspendiert worden. Die Russen müssen ebenfalls weitreichende Reformen durchsetzen und eine Liste von Kriterien erfüllen, um den Ausschluss rechtzeitig vor Rio 2016 wieder rückgängig zu machen.

bka/sid

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