Doping in Leichtathletik B-Probe von Sprinter Tyson Gay ebenfalls positiv

Nun ist es offiziell: Tyson Gay hat gedopt. Nach Angaben der US-Anti-Doping-Behörde Usada war auch die B-Probe des Sprintstars positiv. Usain Bolt zeigt sich von den Enthüllungen unbeeindruckt. Der Jamaikaner lief persönliche Saisonbestzeit und beteuert weiter, dass er "sauber" sei.

Leichtathletik-Star Gay: Positive Dopingprobe bestätigt
REUTERS

Leichtathletik-Star Gay: Positive Dopingprobe bestätigt


Hamburg - Das Ergebnis der B-Probe habe jenes der A-Probe bestätigt, teilte der Usada-Chef Travis Trygart gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit. Dazu habe ein zweiter Test, der an einem unbekannten Ort und Zeitpunkt vorgenommen worden ist, das gleiche Ergebnis geliefert. Um welche Substanz es sich handelte, ist weiterhin nicht klar.

Gay war am 16. Mai außerhalb von Wettkämpfen getestet worden. Der Saisonschnellste über 100 Meter (9,75 Sekunden) machte den Dopingfall daraufhin unter Tränen selber publik und zog seine Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Moskau im August zurück.

Derweil sucht Usain Bolt zum Ende eines Monats der großen Dopingenthüllungen in der Sprintszene weiter seine Topform. Der Superstar aus Jamaika siegte beim Diamond-League-Meeting im Londoner Olympiastadion über 100 Meter zwar in 9,85 Sekunden und setzte sich in seinem ersten Rennen nach Bekanntwerden der positiven Proben von Landsmann Asafa Powell und US-Star Tyson Gay mit persönlicher Saisonbestzeit an Position zwei der Weltrangliste. Sein eigener Weltrekord (9,58) und auch die Jahresweltbestzeit von Gay (9,75) blieben gut zwei Wochen vor der WM in Moskau aber außer Reichweite.

Bolt wies nach schwachem Start den Amerikaner Michael Rodgers (9,98) sowie seinen Landsmann Nesta Carter (9,99) noch deutlich in die Schranken. Mit seinem Erfolg beim Olympia-Revival in der britischen Hauptstadt, wo er im Vorjahr dreimal Gold geholt hatte, untermauerte der 26-jährige Bolt seine Favoritenstellung für die Titelkämpfe in Moskau (10. bis 18. August).

Am Vortag hatte Bolt noch in einer Pressekonferenz zum wiederholten Male betont, mit Doping nichts am Hut zu haben: "Ich bin sauber. Ich werde laufend getestet, zuletzt vorgestern", sagte der Weltrekordler.

mib/Reuters/sid/dpa

insgesamt 4 Beiträge
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DJAG 27.07.2013
1. Sein oder Nichtsein...
Kann es sein, er läuft die besten Zeiten. Nahezu das gesammte Trainingsumfeld ist offensichtlich nicht sauber. Und er ist es? Will nichts bemerkt haben? Ich selbst komme aus dem Leichtatlethik Leistungssport und weiß selbst, das es einen schleichenden Übergang von Aufbaupräparaten und Vitaminpulvern gibt. Vielleicht alles nur eine Frage der eigenen Wahrnehmung. Ich jedenfalls sehe mir diese "Gladiatoren" nicht mehr an.
geemani 27.07.2013
2. naja..
auch der usain läuft ja mittlerweile 4/10 tel langsamer als zu besten zeiten. ich glaube schon, dass er durchaus das größte aktive talent ist. aber dass er nicht gedopt hat, ist unglaubwürdig, wenn der gesamte rest seiner jamaika kollegen gedopt hat...
malexe 27.07.2013
3. Was soll's
Wer sich die Rennen der hochgetunten Sprinter anschauen mag, der soll es ruhig tun. Mich persönlich interessiert das erst dann wieder, wenn die Dopingrichtlinien weltweit gleich umgesetzt werden. Jamaika scheint davon so weit entfernt wie die deutschen Sprinter vom WM-Gold.
dbw 29.07.2013
4. Spiegel nicht sicher?
Zuerst: "Der Jamaikaner" Dann: "US-Star"
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