Doping: Dominguez als Fuentes-Kundin verdächtigt

Leichtathletikstar Domínguez: Dienste von Fuentes in Anspruch genommen?Zur Großansicht
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Leichtathletikstar Domínguez: Dienste von Fuentes in Anspruch genommen?

Den Verdacht gibt es schon länger, jetzt scheinen neue Beweise aufgetaucht zu sein: Spaniens Leichtathletikstar Marta Domínguez wird erneut mit Dopingvorwürfen konfrontiert. Die Weltmeisterin von 2009 soll die Dienste des Dopingarztes Eufemiano Fuentes genutzt haben.

Hamburg - Der spanische Leichtathletikstar Marta Domínguez ist in einem Pressebericht mit dem Dopingskandal um die "Operación Puerto" in Verbindung gebracht worden. Die Madrider Zeitung "El País" veröffentlichte am Sonntag Unterlagen, aus denen hervorgehen soll, dass die Weltmeisterin von 2009 im 3000-Meter-Hindernislauf im Jahr 1997 die Dienste des Dopingarztes Eufemiano Fuentes in Anspruch genommen haben soll.

Die 37-Jährige gilt als die erfolgreichste Leichtathletin der spanischen Sportgeschichte. Sie ließ den Vorwurf über einen Anwalt zurückweisen. "Marta Domínguez bestreitet, jemals eine Patientin von Eufemiano Fuentes gewesen zu sein", betonte der Rechtsanwalt José Rodríguez nach Angaben der Zeitung in einer schriftlichen Stellungnahme. "Sie bestreitet ferner, jemals verbotene Substanzen genommen oder verbotene Methoden angewandt zu haben."

Die Zeitung druckte ein Schriftstück ab, auf dem unter dem Namen und der Zulassungsnummer von Fuentes der Vermerk "Marta DGZ" steht. Laut "El País" soll dies für Marta Domínguez stehen. Der Mediziner soll nach Darstellung der Zeitung auch andere Kürzel wie "MDZ" oder "Urco" für die Läuferin verwendet haben.

Domínguez gehört als Abgeordnete der konservativen Volkspartei dem Senat (Oberhaus des spanischen Parlaments) an. Sie war Ende 2010 mit einer anderen Dopingaffäre in Verbindung gebracht und kurzzeitig festgenommen worden. Die Justiz stellte die Ermittlungen jedoch im April 2011 ein und legte den Fall zu den Akten.

aha/dpa

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  • Sonntag, 17.02.2013 – 16:59 Uhr
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Kampf gegen Doping
Am 10. November 1999 wurde auf Initiative des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die unabhängige Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Lausanne gegründet. Zusammen mit den nationalen NOKs und staatlichen Organisationen will die Wada die internationale Dopingbekämpfung fördern und einheitliche Standards für Kontrollen in allen Ländern schaffen. Das Anti-Doping-Programm der Wada wurde im März 2003 von allen Delegierten der internationalen Sportverbände, der Regierungen und dem IOC auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kopenhagen angenommen. Der Welt-Anti-Doping-Codex löste im darauffolgenden Jahr den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen 2004 auch für die Olympischen Spiele.





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