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Leichtathletik: Marathon-Star Schobuchowa wegen Dopings gesperrt

Leichtathletin Schobuchowa (2010): Sieg in London aberkannt Zur Großansicht
AFP

Leichtathletin Schobuchowa (2010): Sieg in London aberkannt

Sie ist ein Star in der Marathon-Szene, nun wurde Lilija Schobuchowa des Blutdopings überführt. Der russische Leichtathletikverband verhängte eine zweijährige Sperre gegen die 36-Jährige und erkannte ihr alle Siege seit Oktober 2009 ab.

Hamburg - Der russische Leichtathletik-Verband hat Weltklasse-Läuferin Lilija Schobuchowa wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt. Im biologischen Pass der dreimaligen Gewinnerin des Chicago-Marathons sind verdächtige Werte festgestellt worden, die eine hohe Wahrscheinlichkeit von Blutdoping anzeigen. Schobuchowa kann noch Einspruch gegen das Urteil einlegen.

Die Strafe für die 36-Jährige tritt rückwirkend zum 24. Januar vergangenen Jahres in Kraft. Damit darf sie im Januar 2015 wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Alle Titel und Rekorde Schobuchowas seit dem 9. Oktober 2009 wurden der Russin aberkannt.

In der sanktionierten Zeitspanne hatte Schobuchowa von 2009 bis 2011 in Chicago triumphiert, zudem gewann sie 2010 den London-Marathon. Sie muss nun mehr als eine Million Dollar Preisgeld zurückzahlen. Schon zuvor hatte Schobuchowa auf europäischer Ebene den Rekord über 5000 Meter (14:23,75 Minuten) sowie den Hallenrekord über 3000 Meter (8:27,86) aufgestellt. Diese Bestmarken bleiben bestehen.

max/sid

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1.
CaptainSubtext 29.04.2014
Ich bin überrascht. Seit wann lässt denn ein Verband eine solch verdiente Sportlerin rückwirkend bestrafen? Ansonsten das "System Pechstein" eine ausgediente und bekannte Sportlerin wird aus dem Verkehr gezogen, um zu zeigen, dass man was gegen Doping unternimmt. Hat sich Frau Schobuchowa in letzter Zeit putinkritisch geäußert?
2.
guki 29.04.2014
Hat sie was gegen Putin gesagt?
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Groteske Geständnisse: Die besten Dopingerklärungen

Dopingsubstanzen und ihre Wirkung
Epo/HGH
Die Ausdauerleistung ist wesentlich davon abhängig, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen kann. Das Hormon Erythropoetin (Epo) stimuliert die Produktion roter Blutkörperchen. Die erhöhte Anzahl der im Organismus zirkulierenden Erythrozyten verbessert die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und steigert damit Ausdauerleistungsfähigkeit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.

Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)
Anabolika
Anabolika sind künstlich hergestellte Verwandte des männlichen Sexualhormons Testosteron. Diese Steroid- oder Wachstumshormone haben sowohl eine den Muskelaufbau fördernde (anabole) als auch eine vermännlichende (androgene) Wirkung. Anabolika können als Tabletten als auch injiziert werden. In Deutschland sind sie rezeptflichtig, werden aber nur selten zur Therapie beispielsweise von Schwächezuständen eingesetzt.

Illegal werden Anabolika parallel zu entsprechendem Training eingenommen, um den Aufbau von Muskelmasse zu fördern – also als Dopingmittel missbraucht. Bekannte Anabolika-Präparate sind unter anderen Nandrolon, Metandienon und Stanozolol.
Stimulanzien
Als Stimulanzien (lat. stimulare = "anregen") werden Substanzen bezeichnet, die anregend auf den Organismus wirken. Sie stimulieren die Aktivität des Zentralnervensystems. Als Aufputschmittel werden sie kurz vor oder während des Wettkampfs eingenommen. Sie steigern die motorische Aktivität, erhöhen die Risikobereitschaft und vertreiben die Müdigkeit, aber auch das Gespür für die natürliche Leistungsgrenze. Bekannteste Stimulanzien sind Amphetamine, Kokain, Ephedrin und Koffein (nur in hohen Mengen verboten).

Viele Stimulanzien können bei regelmäßigem Konsum abhängig machen. Bei Überdosierung drohen je nach Substanz Bluthochdruck, Herzrasen, Schweißausbrüche und Übelkeit. Nach mehreren Todesfällen im Sport, die auf die Einnahme von Stimulanzien zurückzuführen waren, wurden sie 1967 auf die Dopingliste gesetzt.
Narkotika
Betäubungs- und Schmerzmittel wie Morphine werden eingesetzt, um bei Höchstleistungen auftretende Schmerzen zu unterdrücken - beispielsweise bei einem Marathon. Die Medikamente machen abhängig, weitere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Kreislauflähmungen. Von Radsportlern werde berichtet, dass diese auf den letzten Kilometern gerne Alkohol trinken, sagt Patrick Diel vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln. "Das dämpft den Schmerz, liefert Energie und hebt die Stimmung."

Ebenso wie Amphetamine seien auch die meisten Narkotika leicht nachweisbar und würden deshalb eher selten im Spitzensport verwendet. Zudem handle es sich auch hierbei um eine "Wettkampf-Droge", die direkt beim jeweiligen Sportereignis eingenommen werden müsse. Entsprechend hoch sei die Gefahr der Entdeckung. (mit dpa)

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