Dopingnachtests IOC disqualifiziert drei olympische Medaillengewinner

Zwei Ringer und eine Gewichtheberin: Drei Medaillengewinner der Olympischen Spiele 2008 und 2012 sind nachträglich des Dopings überführt worden.

Artur Taimasow
AFP

Artur Taimasow


Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nach positiven Doping-Nachtests drei Olympia-Medaillengewinner disqualifiziert. Der usbekische Freistilringer Artur Taimasow, Olympiasieger von Peking 2008 im Superschwergewicht, muss seine Medaille ebenso abgeben wie Wassili Fjodorischin aus der Ukraine, der Silber im Federgewicht geholt hatte.

Zudem wurde in Swetlana Zarukajewa eine Medaillengewinnerin von den Olympischen Spielen in London 2012 disqualifiziert. Die 29-jährige Russin hatte im Gewichtheben in der Klasse bis 63 Kilogramm Silber geholt. Alle drei Athleten wurden der Einnahme der verbotenen Substanz Turinabol überführt, bei Taimasow wurde zusätzlich Stanozolol gefunden.

Das IOC untersucht seit mehreren Monaten insgesamt 1545 Proben der Spiele von Peking und London neu. Dabei kommen Methoden zur Anwendung, die damals noch nicht zur Verfügung standen. Die meisten der bislang überführten Athleten stammen aus den Disziplinen Gewichtheben, Leichtathletik und Ringen.

bka/sid/dpa



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