Radsport Nächster Dopingfall bei Astana - Lizenz in Gefahr

Die schlechten Nachrichten vom kasachischen Radsportteam Astana reißen nicht ab. Nun wurde der dritte Fahrer binnen weniger Wochen positiv auf Doping-Substanzen getestet. Der Weltverband droht mit Konsequenzen.


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Nach dem dritten Dopingfall binnen weniger Wochen droht dem kasachischen Spitzen-Radsportteam Astana der Lizenz-Entzug für die World Tour. Wie der Weltverband UCI bekannt gab, ist Nachwuchsfahrer Ilja Dawidenok (Kasachstan) in einer bei der
Tour de l'Avenir am 28. August genommenen Probe positiv auf anabole Steroide getestet worden.

"Die UCI wird nun die Lizenz-Kommission auffordern, eine komplette Untersuchung des Managements und der Anti-Doping-Politik des Astana Pro Teams vorzunehmen", hieß es. Innerhalb des kommenden Monats muss sich Astana wegen "ernster Bedenken" der UCI vor der Kommission erklären. Das Team besitzt noch eine Lizenz für die World Tour bis 2016.

Dawidenok, der seit 2012 für Astanas Nachwuchs-Mannschaft fuhr und seit dem 1. August 2014 als "Stagiaire" (Lehrling) für das Top-Team Rennen bestritt, kann die Öffnung der B-Probe beantragen. Mitte September und Anfang Oktober waren bereits positive Tests bei den Brüdern Maxim und Walentin Iglinski bekannt geworden.

Astana, das von einem kasachischen Konsortium gefördert wird, gehört zu den finanzstärksten, aber auch umstrittensten Teams. 2007 hatte der frühere Teamchef von Lance Armstrong, Johan Bruyneel, die Mannschaft aufgebaut, schon in der Debütsaison wurde unter anderem der deutsche Profi Matthias Kessler positiv getestet. Manager bei Astana ist mittlerweile Manager Alexander Winokurow, dem als Aktiver 2007 Blutdoping nachgewiesen wurde.

chp/sid



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insgesamt 3 Beiträge
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hansulrich47 16.10.2014
1. Na und?
Der Verband wird intensiv "prüfen" und dann, aufgrund der Finanzlage und der Wichtigkeit des Astana-Teams, feststellen, dass alles nur ein Versehen war. Der arme Junge hat vermutlich zuviel Kalbfleisch gegessen! Das passiert Anderen, wie Contador, doch auch!! Dieser "Sport" ist sowas von tot. RIP
sylkeheimlich 16.10.2014
2.
Und ich dachte der Radsport ist sauber.....
reggieb 17.10.2014
3. ein trauerspiel...
..wie sich der radsport kontiniuierlich immer wieder und weiter ins abseits fährt. chancen mit aller macht und extremen konsequenzen reinen tisch zu machen gab es die letzten jahre mehr als genug..einfach nur noch lächerlich..schade, aber die szene und funktionäre sind selbst schuld..
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