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Doping-Auflagen: Spanien und Mexiko umgehen Sanktionen

David Howman, Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur Zur Großansicht
REUTERS

David Howman, Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur

Spanien und Mexiko haben es versäumt, Auflagen der Welt-Anti-Doping-Agentur zu erfüllen. Beide Nationen müssen vorerst jedoch keine Konsequenzen fürchten - durch besondere Umstände.

Die spanische und die mexikanische Regierung haben beide gegen Forderungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) verstoßen. Im November vergangenen Jahres hatte die Wada beide Nationen zusammen mit Belgien, Frankreich, Griechenland und Olympia-Gastgeber Brasilien auf eine Beobachtungsliste gesetzt. Die Agentur verlangte, dass die Regierungen die Auflagen des Wada-Codes innerhalb von vier Monaten erfüllen.

Die Frist ist am Freitag abgelaufen, Spanien und Mexiko haben sie als einzige Nationen nicht eingehalten. Damit gelten sie laut Wada als "nicht konforme Staaten". Dennoch gibt es vorerst wohl keine Sanktionen. Die Agentur berücksichtigte in ihrer Beurteilung die seit Wochen ungeklärte politische Situation in Spanien sowie die bisherigen Bemühungen der mexikanischen Regierung, die Probleme zu lösen. Dies gebe Anlass zur Hoffnung, dass die "notwendige Arbeit in allernächster Zukunft abgeschlossen wird", heißt es in einer Stellungnahme der Wada.

Normalerweise können Verstöße gegen Wada-Bestimmungen schwere Konsequenzen haben. Das hat der Doping-Skandal in Russland bewiesen. Die Wada kann die nationalen Anti-Doping-Agenturen suspendieren oder Doping-Kontrolllabors die Akkreditierung entziehen. Auch die Sperre von Athleten der entsprechenden Nation kann in Frage kommen.

aev/sid/dpa

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1. die Wada ist eine zunehmend
f-rust 20.03.2016
autoritäre und weltfremde Supra-Organisation, die bei normaler Zuordnung von klar definierten Dopingvergehen unter eine ordentliche Strafgerichtsbarkeit völlig entbehrlich wäre. So dient sie politischen und verbandsinternen Interessen (Pechstein, Dchatapowa, Pauschaldrohungen gegen RU ...)
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Dopingsubstanzen und ihre Wirkung
Epo/HGH
Die Ausdauerleistung ist wesentlich davon abhängig, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen kann. Das Hormon Erythropoetin (Epo) stimuliert die Produktion roter Blutkörperchen. Die erhöhte Anzahl der im Organismus zirkulierenden Erythrozyten verbessert die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und steigert damit Ausdauerleistungsfähigkeit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.

Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)
Anabolika
Anabolika sind künstlich hergestellte Verwandte des männlichen Sexualhormons Testosteron. Diese Steroid- oder Wachstumshormone haben sowohl eine den Muskelaufbau fördernde (anabole) als auch eine vermännlichende (androgene) Wirkung. Anabolika können als Tabletten als auch injiziert werden. In Deutschland sind sie rezeptflichtig, werden aber nur selten zur Therapie beispielsweise von Schwächezuständen eingesetzt.

Illegal werden Anabolika parallel zu entsprechendem Training eingenommen, um den Aufbau von Muskelmasse zu fördern – also als Dopingmittel missbraucht. Bekannte Anabolika-Präparate sind unter anderen Nandrolon, Metandienon und Stanozolol.
Stimulanzien
Als Stimulanzien (lat. stimulare = "anregen") werden Substanzen bezeichnet, die anregend auf den Organismus wirken. Sie stimulieren die Aktivität des Zentralnervensystems. Als Aufputschmittel werden sie kurz vor oder während des Wettkampfs eingenommen. Sie steigern die motorische Aktivität, erhöhen die Risikobereitschaft und vertreiben die Müdigkeit, aber auch das Gespür für die natürliche Leistungsgrenze. Bekannteste Stimulanzien sind Amphetamine, Kokain, Ephedrin und Koffein (nur in hohen Mengen verboten).

Viele Stimulanzien können bei regelmäßigem Konsum abhängig machen. Bei Überdosierung drohen je nach Substanz Bluthochdruck, Herzrasen, Schweißausbrüche und Übelkeit. Nach mehreren Todesfällen im Sport, die auf die Einnahme von Stimulanzien zurückzuführen waren, wurden sie 1967 auf die Dopingliste gesetzt.
Narkotika
Betäubungs- und Schmerzmittel wie Morphine werden eingesetzt, um bei Höchstleistungen auftretende Schmerzen zu unterdrücken - beispielsweise bei einem Marathon. Die Medikamente machen abhängig, weitere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Kreislauflähmungen. Von Radsportlern werde berichtet, dass diese auf den letzten Kilometern gerne Alkohol trinken, sagt Patrick Diel vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln. "Das dämpft den Schmerz, liefert Energie und hebt die Stimmung."

Ebenso wie Amphetamine seien auch die meisten Narkotika leicht nachweisbar und würden deshalb eher selten im Spitzensport verwendet. Zudem handle es sich auch hierbei um eine "Wettkampf-Droge", die direkt beim jeweiligen Sportereignis eingenommen werden müsse. Entsprechend hoch sei die Gefahr der Entdeckung. (mit dpa)


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