Dopingverdacht Giro-Etappensieger positiv auf Epo getestet

Der Radsport-Weltverband UCI hat den Radprofi Mauro Santambrogio vorläufig gesperrt. Bei dem Giro-Etappensieger war das Blutdopingmittel Epo in der A-Probe nachgewiesen worden. Ob der Italiener die Öffnung der B-Probe beantragen will, ist noch nicht bekannt.

Radsportler Santambrogio: vorläufig suspendiert
DPA

Radsportler Santambrogio: vorläufig suspendiert


Hamburg - Der italienische Profi Mauro Santambrogio ist wegen Epo-Dopingverdachts vom Radsport-Weltverband UCI vorläufig suspendiert worden. Diese Entscheidung traf der Verband, nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada die UCI informiert hatte. Die A-Probe, die der Fahrer des Rennstalls Vini Fantini-Selle aus Italien bei der 1. Etappe des diesjährigen Giro d 'Italia am 4. Mai abgab, habe Epo enthalten. In diesem Jahr feierte Santambrogio bei der Italien-Rundfahrt seinen bisher größten Karriereerfolg und gewann die 14. Etappe. Santambrogio kann nun die Analyse der B-Probe beantragen.

Für das zweitklassige Team Vini Fantini wäre es bereits der zweite Dopingfall beim diesjährigen Giro. Auch der frühere Gesamtsieger Danilo di Luca war bei einer Probe kurz vor der Rundfahrt zum wiederholten Mal positiv auf Epo getestet worden.

Zudem war auch dem französischen Radprofi Sylvain Georges vom Team AG2R La Mondiale die Einnahme der verbotenen Stimulanz Heptaminol nachgewiesen worden. Seine Mannschaft erklärte daraufhin einen Startverzicht für das derzeit laufende Etappenrennen Critérium du Dauphiné (2. bis 9. Juni).

Der Giro d'Italia war am 26. Mai zu Ende gegangen. Den Sieg hatte sich der italienische Radprofi Vincenzo Nibali vor dem Kolumbianer Rigoberto Urangesichert.

joe/dpa/sid



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
markusma 03.06.2013
1. Kann man
bei SpiegelOnline nicht einfach das Thema Radsport "ausblenden", kann dieses Doping nicht mehr hören. Sind eh alle gedopt, die Frage ist nur, wann wer auffliegt ....
milhouse_van_h. 03.06.2013
2.
Der Radsport macht sich von Monat zu Monat immer wieder lächerlich.
Zügler 03.06.2013
3. Heuchelei
Nicht der Radsport gibt sich der Lächerlichkeit preis. Er bekämpft mit Doping lediglich eine Manipulationsmöglichkeit, die es so oder in ähnlicher Form auch in den meisten anderen populären Sportarten gibt. Ein Fußballprofi, der einen Elfmeter provoziert, handelt moralisch mindestens genauso verwerflich. Doch das Volk und seine Mitspieler gratulieren frenetisch dem Betrüger, während der Radsportler vor den Staatsanwalt gezerrt wird. Bernd Hölzenbein ist so der deutsche Lance Armstrong und hat mit seiner Schwalbe im Finale von 1974 gegen Holland dem Fußball und der gesamten Sportwelt einen Bärendienst erwiesen! Kaum eine Sportart verlangt von ihren Akteuren ein derart hohes Maß an Entbehrungen und Risiken für Leib und Leben ab. Jedes Jahr werden trainierende Radprofis Opfer rücksichtsloser Verkehrsteilnehmer. Und trotzdem erfreuen sie die Radsportfans Jahr für Jahr mit großem Sport. Weil selbst das perfekteste Doping einen Ackergaul nicht in ein Rennpferd verwandelt. Meine uneingeschränkte Bewunderung sei ihnen gewiss. Clemens Thoma
markususa 04.06.2013
4. Wieso?
Wie konnte das denn passieren? Ich dachte der Radsport ist jetzt sauber.
fiutare 04.06.2013
5. optional
Gäbe es im Fussball Blutkontrollen und nicht nur diese anachronistischen Urinproben, kämen einige Vereine arg ins Schwitzen. Aber nun gut, man hat ja den bösen Radsport....
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.