Welt-Anti-Doping-Agentur Wada will Olympia-Sperre für Dopingsünder

Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada will Dopingsünder härter bestrafen und könnte mit einer Neuregelung doch noch helfen, die umstrittene Osaka-Regel umzusetzen. Danach sollen verurteilte Athleten nach Ablauf ihrer Sperre nicht an den folgenden Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.

Blutproben (Archivbild): Wada plant härtere Strafen für Dopingsünder
dapd

Blutproben (Archivbild): Wada plant härtere Strafen für Dopingsünder


Hamburg - Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada plant härtere Strafen für Dopingsünder: Mit einer Neuregelung im Anti-Doping-Code will die Wada verurteilte Dopingsünder nach dem Ablauf ihrer Sperre "per Zulassungsbeschränkung" daran hindern, an den folgenden Olympischen Spielen teilzunehmen. Der Code soll auf der Wada-Konferenz im November 2013 in Johannesburg bestätigt werden und ab 2015 in Kraft treten.

Im Jahr 2008 hatte die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees IOC im japanischen Osaka eine Regelung getroffen, derzufolge Athleten nach einer mehr als sechsmonatigen Doping-Sperre nicht an den folgenden beiden Olympischen Spielen teilnehmen dürfen. Im Oktober 2011 wurde die sogenannte Osaka-Regel jedoch vom Internationalen Sportgerichtshof Cas gekippt.

Das Schiedsgericht in der Schweiz stellte fest, dass die Osaka-Regel den Bestimmungen des Wada-Codes widerspräche und somit auch eine Verletzung der IOC-Statuten darstelle. Der Wada-Code ist Bestandteil der IOC-Statuten. Zudem, so die Begründung des Cas, stelle die Osaka-Regel für den Athleten eine Doppelbestrafung dar, die nicht zulässig sei.

mib/sid

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
discipulus_neu 02.06.2012
1. panem et circenses
Wenn die Wada das durchsetzt, dann ist das der Tod der Olympischen Spiele in ihrer heutigen Ausprägung. Das IOC sollte sich darauf nicht einlassen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.