Dopingfund in Göteborg Polizei stellt Ermittlungen ein

Die Aufregung war groß, als vor einem Göteborger Hotel nach der EM eine angebliche Dopingausrüstung sichergestellt wurde. Untersuchungen ergaben nun jedoch, dass es sich um überwiegend harmlose Präparate handelt.


Göteborg – Die schwedische Polizei hat die Ermittlungen wegen der gefundenen Substanzen eingestellt. Bei den Mitteln, die in einem Abfallkorb sichergestellt wurden, handelt es sich um Präparate, die verbandsintern und gesetzlich in Schweden erlaubt sind. Nur das Medikament "Aktovegin" wird vom internationalen Olympischen Komitee (IOC) als Doping eingestuft. Da "Aktovegin" in Schweden jedoch zur Beschleunigung des Säuretransports erlaubt ist, sahen die schwedischen Behörden keinen Grund mehr für weitere Ermittlungen.

Passanten hatten die Mittel, die in Russisch beschriftet waren, einen Tag nach der Europameisterschaft in einem Mülleimer vor einem Hotel gefunden. Im Hotel waren unter anderem auch russische Athleten untergebracht. Insbesondere die guten Leistungen der russischen Läuferinnen hatten bereits während der EM den Verdacht von Experten und Athleten erregt. Die russische Anti-Doping-Behörde sprach von einer Intrige.

tsp/dpa



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