Dopingopfer Bundestag verlängert Hilfefrist

Der Bundestag hat dem Drängen von Dopingopfern nachgegeben: Die Frist für das Hilfegesetz ist um ein Jahr verlängert worden. So bleibt Geschädigten mehr zeit, ihre Anträge zu stellen.

Dopingopfer bekommen mehr Zeit
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Dopingopfer bekommen mehr Zeit


Dopingopfer in Deutschland dürfen auch über den 30. Juni 2017 hinaus auf finanzielle Unterstützung hoffen. Die Antragsfrist des auslaufenden 2. Dopingopfer-Hilfegesetzes (DOHG) wurde bis zum Ende des Jahres 2018 verlängert. Einem entsprechender Antrag der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD wurde im Bundestag zugestimmt.

Das Gesetz wurde im Vorjahr verabschiedet. Demnach erhalten offizielle Dopingopfer des DDR-Sports vom Bund eine Einmalzahlung von 10.500 Euro aus einem Hilfsfonds von 10,5 Millionen Euro. Die Betroffenen müssen anhand medizinischer Gutachten beweisen, dass ihre Schädigung zu mehr als 50 Prozent auf Doping im DDR-Sport zurückzuführen ist.

Zuletzt gab es bei den Verfahren der Dopingopfer jedoch viele Probleme. Oftmals seien die ehemaligen Sportler nicht an beweiskräftige Akten und Gutachten gekommen. Auch fehlt es an der Unterstützung durch Ärzte und die Landessportbünde, zudem ist der Informationsstand der Geschädigten oft gering.

"Wir wollen mit dem Geld helfen und nicht auf irgendwelchen Fristen herumreiten", sagte Eberhard Gienger, sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. "Man merkt, dass einige Betroffene noch Zeit brauchen. Es macht keinen Sinn, starr an Fristen festzuhalten", sagte die Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag (SPD).

"Das ist eine Entscheidung mit Augenmaß, ein gutes Signal für die Aufarbeitung des Sports", sagte Ines Geipel, die Vorsitzende vom Dopingopfer-Hilfeverein (DOH). "Wir haben viel Zulauf. Um das sinnvoll aufzuarbeiten, hilft ein weiteres Jahr enorm", fügte Geipel an.

aha/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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hazebuster 19.05.2017
1. Opfer?
Wohl eher Doping Täter Ich würde auch erzählen, ich hätte das zeug nicht nehmen wollen, wenn ich dafür 10k ? kriege
zinobln 19.05.2017
2. hazebuster...
diese/Ihre Wortmeldung zeugt von grenzenloser Dummheit und Ignoranz. Lesen Sie doch wenigstens einmal die Berichte über die Dopingprozesse nach der Wende bzw. auch der Spiegel hat sehr viel über das Thema berichtet. Auch auf YouTube würden Sie reichlich Filmmaterial finden...aber Sie denken lieber im niedrigsten Bereich. Wenn Sie für Geld die Unwahrheit sagen, dann ist das Ihre falsche moralische Haltung... es anderen nachzusagen erfühlt einen juristischen Tatbestand und kann auch für Sie Konsequenzen haben. Da ich selbst vom Staatsdoping (auch hier der Hinweis an Sie...Staatsplan 14.25 Google) betroffen bin und seit 30 Jahren, angefangen vom Nierenversagen bis zum Schlaganfall, einen langen Leidensweg bis dato hatte, fühle ich mich auch persönlich von Ihnen angegriffen. Sie dürfen sich gern in einem weiteren Kommentar entschuldigen...ansonsten werde ich über meinen Anwalt Ihre Identität feststellen lassen und Klage wegen Verleumdung und übler Nachrede einreichen. Im Gegensatz zu Ihnen unterschreibe ich hier mit meinem Namen. Uwe Trömer
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