Team-Telekom-Mediziner: DOSB distanziert sich von Dopingärzten
Der Deutsche Olympische Sportbund will bis Ende 2020 nicht mehr mit den umstrittenen Ärzten Lothar Heinrich und Andreas Schmid zusammenarbeiten. Die Mediziner hatten zugegeben, Radprofis des Team Telekoms gedopt zu haben.
Hamburg - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich deutlich von den umstrittenen Freiburger Medizinern Lothar Heinrich und Andreas Schmid distanziert und eine Zusammenarbeit bis mindestens Ende 2020 ausgeschlossen. Zudem empfahl das DOSB-Präsidium den Olympiastützpunkten und Mitgliedsverbänden, ebenfalls von einer Zusammenarbeit mit Heinrich und Schmid abzusehen.
Die beiden Mediziner hatten zugegeben, als Teamärzte zwischen 1995 und 2006 Radprofis des früheren deutschen Radsportteams Telekom, mit Jan Ullrich an der Spitze, gedopt zu haben. Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die beiden Ärzte waren im Juli eingestellt worden, weil es angeblich keine Geschädigten gab.
Schmid hatte danach einen Strafbefehl der Freiburger Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz akzeptiert und war zu einer Strafe von drei Monatsgehältern verurteilt worden. Auch gegen die führenden Mitarbeiter der ehemaligen Rennställe Team Telekom und T-Mobile, Mario Kummer, Olaf Ludwig und Rudy Pevenage, war ermittelt worden.
fre/sid/dpa
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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.
Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)
Illegal werden Anabolika parallel zu entsprechendem Training eingenommen, um den Aufbau von Muskelmasse zu fördern – also als Dopingmittel missbraucht. Bekannte Anabolika-Präparate sind unter anderen Nandrolon, Metandienon und Stanozolol.
Viele Stimulanzien können bei regelmäßigem Konsum abhängig machen. Bei Überdosierung drohen je nach Substanz Bluthochdruck, Herzrasen, Schweißausbrüche und Übelkeit. Nach mehreren Todesfällen im Sport, die auf die Einnahme von Stimulanzien zurückzuführen waren, wurden sie 1967 auf die Dopingliste gesetzt.
Ebenso wie Amphetamine seien auch die meisten Narkotika leicht nachweisbar und würden deshalb eher selten im Spitzensport verwendet. Zudem handle es sich auch hierbei um eine "Wettkampf-Droge", die direkt beim jeweiligen Sportereignis eingenommen werden müsse. Entsprechend hoch sei die Gefahr der Entdeckung. (mit dpa)
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