DOSB-Vollversammlung Deutschland bewirbt sich um Olympia 2024

Nach dem Willen des Deutschen Olympischen Sportbundes sollen die Sommerspiele 2024 in Deutschland stattfinden. Die DOSB-Vollversammlung sprach sich einstimmig dafür aus. Zuvor hatte sich das Gremium eine neue Struktur verordnet.

DOSB-Chef Hörmann: Alter und neuer Präsident
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DOSB-Chef Hörmann: Alter und neuer Präsident


Hamburg - Der Deutsche Olympische Sportbund geht mit Präsident Alfons Hörmann in eine neue Ära: Auf der DOSB-Vollversammlung in Dresden wählten die Delegierten Hörmann einstimmig für weitere vier Jahre ins höchste Amt des deutschen Sports. Zudem wurde die deutsche Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 auch offiziell abgesegnet.

Die Versammlung ließ dabei offen, ob man mit Hamburg oder Berlin ins Rennen gehen will. Diese Entscheidung soll am 21. März 2015 in Frankfurt fallen. "Mehr als ein halbes Jahrhundert nach den letzten Spielen in Deutschland ist es an der Zeit, die Jugend der Welt wieder zu uns einzuladen und ihr ein fröhlicher, begeisterter und weltoffener Gastgeber zu sein", heißt es in dem Beschluss. München, das 1972 Gastgeber der Sommerspiele gewesen ist, war zuletzt zweimal mit einer Bewerbung für die Olympischen Winterspiele gescheitert.

Zuvor hatte sich der Spitzenverband eine neue Struktur verpasst. Für die Neuordnung der DOSB-Führungsgremien votierten in Dresden 408 Mitglieder. Nur ein Mitglied war dagegen, Enthaltungen gab es keine.

Vesper nennt sich jetzt Vorstandsvorsitzender

Kernstück der Reform ist die Umwandlung des hauptamtlichen Direktoriums um Generaldirektor Michael Vesper in einen geschäftsführenden Vorstand, der mit mehr Kompetenzen ausgestattet wird. Das von Hörmann angeführte ehrenamtliche Präsidium wird künftig als eine Art Aufsichtsrat fungieren.

Das am Samstag gewählte DOSB-Präsidium wird den Vorstand im Anschluss an die Mitgliederversammlung in seiner konstituierenden Sitzung einsetzen. Neu ins Vorstandsgremium berufen wurde Dirk Schimmelpfennig. Der ehemalige Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) wird Vorstand Leistungssport und übernimmt damit die Aufgaben des bisherigen Leistungssportdirektors Bernhard Schwank, der den neu geschaffenen Posten eines Vorstands Internationales/Olympiabewerbung übernehmen wird.

Neues Mitglied im Präsidium ist unter anderem Judo-Olympiasieger Ole Bischof als Vizepräsident Leistungssport.

Die Versammlung hat darüber hinaus den Floorball-Verband Deutschland einstimmig als 99. Mitgliedsverband aufgenommen. Der Verband erfüllte mit knapp über 10.600 Mitgliedern und der Mitgliedschaft in 8 der 16 Landessportbünde die organisatorischen Mindestvoraussetzungen für die Aufnahme.

aha/dpa/sid



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Phil2302 06.12.2014
1.
Frage 1: Was kostet das? Ich blicke mittlerweile mit Skepsis auf die Praxis, die Spiele immer woanders stattfinden zu lassen. Die Kosten werden durch den Tourismus nicht wieder reingeholt - einzig ein paar Funktionäre sitzen mit vollen Taschen zu Hause.
christian.neiman.7 06.12.2014
2. Als Hamburger
kann ich nur sagen, ohne mich. Die Partei die sich gegen diesen Wahnsinn stellt hat meine Stimme schon sicher. Hoffen wir mal, daß das Volk gefragt wird.
Fettnäpfchen 06.12.2014
3. Prestigeobjekte = Verschwendung von Steuergeldern
Solche Veranstaltungen kosten den Steuerzahler Unsummen, weil die prognostizierten Gewinne nie erzielt werden. Die Schönrechnerei VOR Abgabe der Bewerbung und während der Baumaßnahmen sind allseits bekannt. Das bittere Erwachen kommt nach Beendigung, wenn dem Bürger die Rechnung zwecks Bezahlung vorgelegt wird. Meistens leiden nur die Umwelt und die betroffenen Bürger in den Veranstaltungsorten. Was soll der Unfug also? Mit dem Geld könnte man beispielsweise Flüchtlingen helfen und/oder das Geld anderweitig sinnvoll und ausnahmsweise mal zum Wohl der Menschen ausgeben.
kurt.altmeyer 06.12.2014
4. Hat der DOSB im Lotto gewonnen?
Der DOSB will also die Gelder locker machen, damit die "Olympischen Großkopferten" auch weiterhin auf Kosten anderer ihre Partys feiern und sich so nebenher auch die Taschen voll machen können. Sauber sag ich da, hat der DOSB Lottokasse ausgeräubert oder woher hat er das Geld? Ich möchte von meinen Steuerzahlungen nichts (garnichts !) dazu beitragen, denn ich bin gegen diese Spiele und wie diese Spiele gemanaged werden. Es dürften m.E. nur Olympische Sommerspiele stattfinden, und diese dürften nur im 10-Jahres-Rhythmus und nur in Athen stattfinden. Jetzt wirdf mir sicher CocaCola sehr böse sein!
enni3 06.12.2014
5. Werter DOSB
Wenn es schon eine Bewerbung sein soll, warum muss es wieder nur eine Satdt sein? Warum nicht eine deutschlandweite Bewerbung? Leichtathletik in Berlin, Reitwettbewerbe in Aachen, Segeln auf der Ostsee, HAndball in Flensburg oder Hamburg, Ruder und Kanu in München, Fussball und Feldhockey in Gelsenkirchen und Dortmund, etc. Das wäre mal eine Alternative. Ich weiß zwar, das es dann ein Problem mit der Lage eines olympischen Dorfes gäbe, aber man müsste keine Milliarden verfeuern, für unnötige Infrastruktur, die nur in zwei Wochen ausgelastet wäre, sondern sich verteilt, und für Sportstätten, die danach nicht mehr genutzt würden. Alles wieder an einen Ort packen zu wollen ist nicht die Lösung. Und da werden die deutschen Bürger garantiert und berechtigt gegen aufbegehren. Ich auch.
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