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Sommerspiele in Rio 2016: Kosten für viele Olympia-Bauten ungeklärt

Maracanã-Stadion in Rio: Auch Austragungsort des WM-Finales Zur Großansicht
DPA

Maracanã-Stadion in Rio: Auch Austragungsort des WM-Finales

Die Olympischen Spiele in Rio werden teurer als geplant. Doch wie hoch die Kosten wirklich sein werden, weiß in Brasilien niemand. Die Kalkulation für ein Viertel der Projekte steht 18 Monate vor Beginn der Spiele aus.

Hamburg - Wie teuer wird Olympia 2016? Rund 18 Monate vor Beginn der Sommerspiele in Rio de Janeiro steht für ein Viertel der 56 geplanten Projekte eine definitive Kostenkalkulation noch aus. Das geht aus der am Mittwoch vorgestellten Budget- und Projektplanung der öffentlichen Olympia-Koordinierungsstelle (Apo) hervor.

Die Kosten für die bereits kalkulierten 42 Projekte summieren sich auf 6,6 Milliarden Reais (etwa 2,3 Milliarden Euro). Das ist eine Steigerung von 1,4 Prozent gegenüber der letzten Berechnung im Juli 2014. Die Ausgaben werden laut Apo zu 64 Prozent privat finanziert.

Der Etat enthält nur Ausgaben für Projekte, die ausschließlich für die Spiele realisiert werden - allerdings ist der Etat nur einer von drei Olympia-Budgets. Insgesamt sind für die Spiele Ausgaben in Höhe von jetzt 37,7 Milliarden Reais (rund 12,9 Milliarden Euro) veranschlagt.

Davon entfallen umgerechnet etwa 2,4 Milliarden Euro auf Ausgaben des Organisationskomitees Rio 2016, die von Sponsoren finanziert werden sollen. 8,2 Milliarden Euro sind für Infrastrukturausgaben geplant, die als dauerhafte Hinterlassenschaft der Spiele gewertet werden. Dazu zählen unter anderem der Ausbau der U-Bahn in Rio, Schnelltrassen für Busse und Umweltprojekte.

psk/dpa

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1. Rio 2016 ohne Korruption beim Bau?
raber 28.01.2015
Vielleicht wird nicht so viel gestohlen wie bei Petrobras und den anderen laufenden Korruptionsskandalen Braisliens weil die Gelder mehrheitlich aus privaten Quellen kommen. Die grossen Konzerne, die Petrobras und andere Projekte um Milliarden verteuerten, sind allerdings auch in privater Hand. Bei der derzeitigen Situation werden hoffentlich alle Kosten mit der Lupe untersucht.
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Olympische Sommerspiele
Jahr Austragungsort (Land)
2020 Tokio (Japan)
2016 Rio de Janeiro (Brasilien)
2012 London (Großbritannien)
2008 Peking (China)
2004 Athen (Griechenland)
2000 Sydney (Australien)
1996 Atlanta (USA)
1992 Barcelona (Spanien)
1988 Seoul (Südkorea)
1984 Los Angeles (USA)
1980 Moskau (Sowjetunion)
1976 Montréal (Kanada)
1972 München (Deutschland)
1968 Mexiko-City (Mexiko)
1964 Tokio (Japan)
1960 Rom (Italien)
1956 Melbourne (Australien)
1952 Helsinki (Finnland)
1948 London (Großbritannien)
1936 Berlin (Deutschland)
1932 Los Angeles (USA)
1928 Amsterdam (Niederlande)
1924 Paris (Frankreich)
1920 Antwerpen (Belgien)
1912 Stockholm (Schweden)
1908 London (Großbritannien)
1904 St. Louis (USA)
1900 Paris (Frankreich)
1896 Athen (Griechenland)

Die IOC-Präsidenten im Überblick
Amtszeit Präsident
ab 2013 Thomas Bach (Deutschland)
2001 - 2013 Jacques Rogge (Belgien)
1980 - 2001 Juan Antonio Samaranch (Spanien)
1972 - 1980 Michael Killanin (Irland)
1952 - 1972 Avery Brundage (USA)
1942 - 1952 Sigfrid Edström (Schweden)
1925 - 1942 Henri de Baillet-Latour (Belgien)
1896 - 1925 Pierre de Coubertin (Frankreich)
1894 - 1896 Demetrius Bikilas (Griechenland)

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