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29. Dezember 2012, 12:44 Uhr

Einspruchsfrist abgelaufen

Armstrong verliert Tour-Titel endgültig

Nun ist es offiziell: Lance Armstrong ist seine sieben Siege bei der Tour de France los. Der wegen Dopings verurteilte ehemalige Radsportstar hat die Einspruchsfrist gegen das Urteil des Rad-Weltverbandes UCI ungenutzt verstreichen lassen.

Hamburg - Das gefallene Radsport-Idol Lance Armstrong hat seine sieben Tour-Siege nun auch ganz offiziell verloren. Wie der Internationale Sportsgerichtshof Cas bekannt gab, ließ der Texaner die dreiwöchige Einspruchsfrist gegen das Urteil des Rad-Weltverbands UCI verstreichen. Damit bleibt Armstrong wegen systematischen Dopings lebenslang gesperrt, seine Ergebnisse ab dem 1. August 1998 sind gestrichen.

Die UCI hatte den 41-Jährigen am 6. Dezember offiziell über die Streichung seiner Resultate informiert und ihm die Gelegenheit zum Widerspruch eingeräumt. Armstrong reagierte wie erwartet nicht. Bereits im August hatte er auf einen Prozess mit der US-amerikanische Anti-Doping-Agentur Usada verzichtet, in dem er sich gegen die Dopinganschuldigungen hätte wehren können.

Nun dürfte der einstige Top-Star auch seine Bronzemedaille verlieren, die er bei den Olympischen Spielen 2000 im Zeitfahren gewonnen hatte. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Anfang Dezember erklärt, dass zunächst die UCI Armstrong über eine Aberkennung informieren müsse, bevor das IOC das Edelmetall des Amerikaners zurückfordern könne.

Ende August hatte die Usada die Aberkennung alle sieben Tour-de-France-Titel Armstrongs gefordert. Diesem Antrag entsprach zwei Monate später der Radsport-Weltverband UCI. Im Anschluss hatten sich diverse Sponsoren vom Amerikaner abgewendet.

mib/sid

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