Mixed Zone: Eishockey-Oberligist verpflichtet NHL-Spieler, Mayer ausgeschieden

Eishockey-Oberligist Füssen hat NHL-Stürmer Erik Condra verpflichtet. Tennisprofi Florian Mayer schied in Stockholm aus. Andrea Petkovic ist in Luxemburg hingegen weiter. Außerdem: Handball-Bundestrainer Martin Heuberger hat sich für eine Verkleinerung der Bundesliga ausgesprochen.

Tennisprofi Mayer: Aus beim ATP-Turnier in Stockholm Zur Großansicht
Getty Images

Tennisprofi Mayer: Aus beim ATP-Turnier in Stockholm

Hamburg - Dem bayerischen Eishockey-Oberligisten EV Füssen ist ein spektakulärer Transfer-Coup gelungen. Der drittklassige Traditionsclub verpflichtete nach eigenen Angaben US-Stürmer Erik Condra aus der nordamerikanischen Profiliga NHL. Das Trikot mit der Nummer Zehn sei bereits im Druck und werde morgen auf den Weg nach Füssen gebracht, hieß es auf der Vereinshomepage. Den Bayern kommt bei dem Transfer der Lockout in der US-Liga zugute. Bereits mehrere Vereine aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und der 2. Bundesliga hatten dank des Tarifstreits zumindest für einige Wochen NHL-Top-Spieler anwerben können. Condra kommt bisher auf 14 Tore und 22 Assists in 107 NHL-Partien. Seit 2009 spielt er für die Ottawa Senators.

Tennisprofi Florian Mayer ist beim ATP-Turnier in Stockholm als letzter deutscher Teilnehmer im Achtelfinale ausgeschieden. Er unterlag in seinem Auftaktmatch dem Litauer Ricardas Berankis nach drei Sätzen 6:4, 4:6, 2:6. In einer umkämpften Partie verwandelte der Außenseiter gegen den an Nummer vier gesetzten Mayer nach 1:44 Stunden seinen zweiten Matchball.

Andrea Petkovic hat beim WTA-Turnier in Luxemburg hingegen das Achtelfinale erreicht. Sie bezwang die spanische Qualifikantin Garbine Muguruza nach 1:50 Stunden 4:6, 6:2, 6:1 und trifft nun auf Jelena Jankovic (Serbien). Zuvor hatte Annika Beck das Viertelfinale der mit 220.000 Dollar dotierten Veranstaltung verpasst. Die 18-Jährige musste sich der Tschechin Lucie Hradecka 1:6, 1:6 geschlagen geben.

Handball-Bundestrainer Martin Heuberger hat sich angesichts der großen Belastung seiner Nationalspieler für eine Verkleinerung der Bundesliga ausgesprochen. "Die Bundesliga von 18 auf 16 Mannschaften zu verkleinern, halte ich für eine Möglichkeit - auch angesichts des Leistungsgefälles", sagte Heuberger der Zeitung "Mannheimer Morgen". Gleichzeitig sprach er sich für eine Reduzierung des Länderspielprogramms und der Champions League aus. Die Königsklasse sei "aufgebläht". "Die EM-Qualifikation ist umfangreicher als früher. Das muss so nicht sein. Und wir brauchen auch keine Europameisterschaft, wenn im gleichen Jahr Olympische Spiele stattfinden. Ein Höhepunkt pro Jahr, das reicht aus", sagte Heuberger.

Das Präsidium des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) hat Jochen Zinner in seine Expertenkommission berufen. Der 69-Jährige, unter anderem Vizepräsident der Hochschule für Gesundheit und Sport in Berlin, soll dabei helfen, die schwachen Olympia-Ergebnisse der DSV-Athleten in London aufzuarbeiten. Ausgeschieden aus der Strukturkommission ist Ralf Scholt. Das erste Treffen findet am Freitag in Frankfurt statt - die Suche nach einem neuen Schwimm-Bundestrainer spielt dabei angeblich keine Rolle.

jar/sid/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema Mixed Zone
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
Eishockey-Glossar
Getty Images
Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.

Die Stanley-Cup-Sieger seit 2000*
Jahr Gewinner Saison-MVP
2014 Los Angeles Sidney Crosby
2013 Chicago Alexander Owetschkin
2012 Los Angeles Jewgeni Malkin
2011 Boston Corey Perry
2010 Chicago Henrik Sedin
2009 Pittsburgh Alexander Owetschkin
2008 Detroit Alexander Owetschkin
2007 Anaheim Sidney Crosby
2006 Carolina Joe Thornton
2004 Tampa Martin St. Louis
2003 New Jersey Peter Forsberg
2002 Detroit José Théodore
2001 Colorado Joe Sakic
2000 New Jersey Chris Pronger
*2004/2005 fiel die komplette Saison wegen eines Tarifstreits zwischen Team-Besitzern und Spielern aus