Eishockey-WM: Deutschland bleibt erstklassig

Tor für Russland: Mit dem 8:4-Sieg schickte das Team Österreich in die B-WM Zur Großansicht
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Tor für Russland: Mit dem 8:4-Sieg schickte das Team Österreich in die B-WM

Unfreiwillige Schützenhilfe kam von Nachbarn: Dem deutschen Eishockey-Team bleibt der Abstieg bei der WM erspart, weil die Österreicher gegen Russland verloren und selbst die A-Klasse verlassen müssen. Auch Slowenien wird zweitklassig, verkaufte sich gegen Kanada allerdings teuer.

Helsinki - Deutschland hat bei der Eishockey-WM den Klassenverbleib nun auch rechnerisch sicher. Das Team von Coach Pat Cortina profitierte vom 4:8 (3:3, 1:3, 0:2) der Österreicher gegen Russland, das zugleich den Abstieg der Alpenrepublik besiegelte. Die deutsche Mannschaft kann an diesem Dienstag nicht mehr auf den letzten Tabellenplatz durchgereicht werden.

Österreich muss indes zum fünften Mal in neun Jahren den Gang in die B-WM antreten. Damit wird ein Zweitligist zu Olympia nach Sotschi fahren - im Februar hatte der Außenseiter aus Österreich der deutschen Mannschaft überraschend die Qualifikation für die Winterspiele vermasselt.

Auch Slowenien muss den Weg in die Zweitklassigkeit antreten. Durch die 2:3 (0:2, 2:1, 0:0)-Niederlage von Weißrussland gegen Dänemark hätten die Slowenen am Montag nur noch die Weißrussen in der Tabelle einholen können - da der WM-Gastgeber von 2014 aber auf jeden Fall erstklassig bleiben wird, stand der Abstieg der Slowenen schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen Kanada fest. Bei dem spielte der Außenseiter noch einmal auf und unterlag überraschend erst in der Verlängerung 3:4 (2:0, 1:2, 0:1).

ade/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1.
heikoprasse 14.05.2013
Der Teaser ist recht merkwürdig formuliert - hat Österreich mehrere Eigentore gemacht? Oder ist Russland neuerdings ein Nachbar, der Deutschland lieber hätte absteigen lassen? Und der ganze Artikel zeichnet ein merkwürdiges Bild vom Status der deutschen Mannschaft: Was ist mit Lettland und Frankreich, die auch in der Tabelle noch hinter Deutschland stehen - in diesem Artikel klingt es ja, als wäre Deutschland sonst sicher abgestiegen. Dabei können sie mit einem Sieg gegen Frankreich noch selbst alles klar machen - und sogar noch das Viertelfinale erreichen, Schützenhilfe der USA vorausgesetzt. Oder nach SPON-Logik Schützenhilfe der Slowakei, die dazu (unfreiwillig) gegen die USA verlieren müsste. PS: Dass Russland im Eishockey Österreich schlägt, ist auch keine unerwartete Sensation - genauso wenig, wie es eine Niederlage der Slowakei wäre.
2. Erstklassig?
gandhiforever 14.05.2013
Zitat von sysopDPASchützenhilfe ausgerechnet aus Österreich: Das DEB-Team bleibt im Kreis der besten Eishockeyteams, weil der Konkurrent aus dem Süden gegen Russland verlor. Auch Slowenien wird zweitklassig, spielte gegen Kanada aber gar nicht so. http://www.spiegel.de/sport/sonst/eishockey-wm-deutschland-bleibt-erstklassig-oesterreich-steigt-ab-a-899622.html
Die Mannschaft steigt nicht ab, aber erstklassig? Sie kommt nicht vorwaerts. Wenn ich da an die Eisgenossen denke, dann wird der Unterschied sehr deutlich.
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Eishockey-Glossar
Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.

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