Eishockey Deutsche Eishockey Ligen führen Auf- und Abstieg wieder ein

Ab der Saison 2020/2021 wird es wieder Auf- und Abstiege zwischen der Deutschen Eishockey Liga, DEL, und der zweiten Liga, DEL2, geben. Die Entscheidung soll für mehr Spannung sorgen.

Krefeld Pinguins gegen die Nürnberg Ice Tigers
imago/ Eibner

Krefeld Pinguins gegen die Nürnberg Ice Tigers


"Gewinner dieser Vereinbarung ist der Eishockey-Sport in Deutschland", so kommentierte Dr. Peter Merten, Aufsichtsratsvorsitzender der zweiten Deutschen Eishockey Liga (DEL2), die Entscheidung, ab 2020/2021 wieder Auf- und Abstiege zwischen den beiden höchsten deutschen Eishockey-Ligen zuzulassen. Die Änderung gaben beide Ligen nach einem Beschluss der Gesellschafter bekannt.

"Wir freuen uns, dass es nach dieser langen Zeit wieder zu einer Verzahnung zwischen den beiden Ligen kommt", erklärte Jürgen Arnold, Aufsichtsratschef der DEL. Durch die Wiedereinführung der Abstiegsrunde soll es neben den Playoffs auch mehr Spannung um den Ligaverbleib geben. "Wir erhoffen uns davon natürlich einen wichtigen Impuls für unseren Sport."

"Wir sind erleichtert, dass wir diese Diskussion beendet haben und das Dauerthema weg ist", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem Sport-Informations-Dienst (SID). Er fügte an: "Wir hatten zwar schon eine gewisse Vorstufe, aber es gab jedes Jahr Theater darüber. Jetzt haben wir Ruhe und Klarheit geschaffen. Der Letzte der DEL-Hauptrunde wird absteigen, der Meister der DEL2 wird aufsteigen."

"Sportliche und infrastrukturelle Impulse verstärken"

Erstmals seit 2005/06 können Teams dann wieder sportlich in die DEL aufrücken, bislang war das nur unter gewissen wirtschaftlichen Umständen möglich, etwa beim Ausscheiden eines Klub aus dem Wettbewerb wegen finanzieller Engpässe. Wie Tripcke ausführte, werde es ein wie in anderen Ligen übliches Lizenzierungsverfahren geben, die zu hinterlegende finanzielle Sicherheit von gut 800.000 Euro bleibe bestehen.

"Wir hoffen und gehen davon aus, dass es sich bewährt", sagte Tripcke, der zum Zeitpunkt der Wiedereinführung erklärte: "Wir wollten eine gewisse Planbarkeit für jeden. So kann kein Klub sagen, er fühle sich überrumpelt oder sei überrascht."

"Ich bin überglücklich, dass die beiden unabhängigen Profiligen schlussendlich einen Weg gefunden haben", kommentierte Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Die Einigung werde "auch große sportliche und infrastrukturelle Impulse verstärken".

tip/dpa/sid



insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Taiga_Wutz 28.07.2018
1. Papier ist geduldig
Glaube ich erst, wenn es wirklich passiert. Immerhin ist nicht mehr die Rede von dieser offensichtlichen Mogelpackung "Relegation" - ein im Eishockey inakzeptabeler Vorschlag, mit dem die DEL vor wenigen Jahren noch die Geschlossene Gesellschaft bei vordergründiger Aufstiegsmöglichkeit wahren wollte. Mal sehen, was sie nun aushecken, um einen Abstieg eines Mitglieds zu verhindern. Halle genügt angeblich nicht, Lizenzeinlage ungenügend oderoderoder. Und wenn der DEL2-Meister mangels finanzieller Möglichkeiten nicht will und zurück zieht? Hat dann der Vizemeister die Option? Sollte so sein! Wenn nicht, gibt's weiter Grund zum Misstrauen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.