Eklat bei Schach-WM Kramnik tritt aus Protest nicht an

Wladimir Kramnik hat auf seine eigene Art protestiert: Nachdem ihm durch seinen Kontrahenten Weselin Topalow Manipulation vorgeworfen wurde, trat der Russe nicht zum fünften Match um die Schach-WM an. Der Sieg ging an den Gegner.


Elista - Fide-Champion Topalow hatte dem Weltmeister im klassischen Schach Manipulationen während der bisherigen Spiele unterstellt. Daraufhin trat der Moskauer nicht an. Im Gesamtklassement steht es jetzt nur noch 3:2 für Kramnik, der die ersten beiden Partien gewonnen hatte, die beiden folgenden waren unentschieden ausgegangen.

Weltmeister Kramnik: Nicht angetreten
AP

Weltmeister Kramnik: Nicht angetreten

Die bulgarische Seite warf Kramnik vor, zwischen den einzelnen Zügen auffällig oft die Toilette aufgesucht zu haben. Diese ist im Gegensatz zum Ruheraum nicht mit Videokameras überwacht. Das Appellationskomitee legte nach einem Protest Topalows fest, dass beide Spieler die gleiche Toilette benutzen müssen, um besser kontrolliert werden zu können. Kramnik beharrte jedoch auf seinem Vertrag, nach dem jedem Spieler ein eigener Ruheraum plus Toilette zugesagt war.

goe/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.