Berlin-Marathon Regen vermiest Kipchoge den Weltrekordplan

Im Vorjahr Olympiagold, jetzt auch der Sieg im Berlin-Marathon: Eliud Kipchoge hat einen weiteren großen Sieg erzielt. Aus dem Weltrekord wurde allerdings nichts. Das Wetter in Berlin war zu schlecht.

Eliud Kipchoge gewinnt in Berlin
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Eliud Kipchoge gewinnt in Berlin


Ein Jahr nach seinem Olympiasieg hat der Kenianer Eliud Kipchoge den Berlin-Marathon gewonnen, den erhofften Weltrekord aber verpasst. Auf regennasser Straße setzte sich der 32-Jährige am Sonntag in inoffiziellen 2:03:34 Stunden durch. Kipchoge blieb damit über der Bestmarke von 2:02:57 Stunden, die sein Landsmann Dennis Kimetto vor drei Jahren beim Berlin-Marathon aufgestellt hatte.

Zweiter nach 42,195 Kilometern wurde der äthiopische Debütant Guye Adola in 2:03:46 Minuten. Mitfavorit Wilson Kipsang aus Kenia war bei Kilometer 30 ausgestiegen. Kipchoge lieferte sich ein packendes Duell mit dem 26 Jahre alten Adola und setzte sich erst drei Kilometer vor dem Ziel ab. Damit erhält er eine Siegprämie von 40.000 Euro.

Kipchoge war im Mai beim Nike-Projekt "Breaking2" den Marathon quasi unter Laborbedingungen in 2:00,25 Stunden gelaufen. Die Zeit wurde aber nicht als Weltrekord anerkannt.

Der deutsche Hoffnungsträger Philipp Pflieger musste nach Schwächeanfällen aufgeben und war am Boden zerstört. Der Olympia-Starter musste bei Kilometer 39 aufgeben. Zuvor war er mehrmals an der Seitenbegrenzung auf die Knie gesunken. "Das ist extrem bitter", sagte der 30-Jährige, "das war so, als wenn mir jemand den Stecker gezogen hätte."

Für Anna Hahner lief es deutlich besser. Bei ihrem ersten Marathon seit Olympia in Rio kam sie als Fünfte in 2:28:32 Stunden ins Ziel. Damit knackte die 27-Jährige bereits die Norm für die Leichtathletik-EM 2018 in Berlin. Oben drauf gab es 10 000 Euro.

aha/dpa



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