NBA-Profi Brand Nowitzkis Stellvertreter

Vor vier Jahren war Elton Brand einer der begehrtesten Profis der NBA, dann wollte ihn Philadelphia unbedingt loswerden. Der Club entließ den Power Forward, die Dallas Mavericks schlugen zu. Das Basketball-Magazin "FIVE" beschreibt den künftigen Backup von Dirk Nowitzki.

Basketballer Brand: Kommende Saison an der Seite von Dirk Nowitzki
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Basketballer Brand: Kommende Saison an der Seite von Dirk Nowitzki


Elton Brand war laut eigener Aussage begeistert. Im Allgemeinen ist dies ein Gefühlszustand, der einen frisch entlassenen Arbeitnehmer nicht gerade befällt. Vor allem, wenn seine Dienste versteigert wurden und er bald 2.358 Kilometer vom bisherigen Lebensmittelpunkt entfernt seinem Job nachgehen muss. Brand war trotzdem frohen Mutes. Immerhin endete so ein vierjähriges Missverständnis.

2008 hatte Brand letztmalig den Club gewechselt. Er war Free Agent, die NBA-Welt stand ihm offen. Knapp zwei Jahre zuvor waren er und seine Los Angeles Clippers erst in den Conference-Halbfinals an den Phoenix Suns gescheitert. Die Clippers kämpften sieben Begegnungen lang, schieden dann aber doch aus. Es war die einzige Playoff-Teilnahme des Teams zwischen 1998 und 2011.

Zwei Jahre später stieg Brand aus seinem Vertrag aus. 2007/2008 hatte er aufgrund eines Achillessehnenrisses nur acht Spiele absolviert. Es hieß, der damals 29-Jährige würde damit dem eigenen Team helfen, einen zweiten Star zu akquirieren. Baron Davis, ein guter Freund von Brand, glaubte das auch und unterschrieb bei den Clippers.

Brand passte in Philadelphia nicht ins Konzept

Power Forward Brand wechselte jedoch nach Philadelphia - ohne dort einen Co-Star an seiner Seite zu haben und ohne zu ahnen, dass seine eigentliche Leidenszeit jetzt erst beginnen würde. Erst beendete eine Schulter-Operation seine Debütsaison, dann passte er nicht mehr ins Konzept seines Teams. Die jungen Sixers spielten am effizientesten, wenn sie den Fastbreak zelebrierten, nicht wenn sie auf den Halbfeldexperten warteten.

So wurde Brand von einem der meistbegehrten Free Agents 2008, der Philadelphia im Osten in die Elite katapultieren sollte, zu dem NBA-Star, den niemand verpflichten wollte. 14 bis 17 Millionen Dollar pro Jahr waren zu viel für - in seinem besten Jahr bei den Sixers - 15,1 Punkte plus 8,3 Rebounds und 1,3 Blocks in Durchschnitt pro Partie.

Am 13. Juli 2012 endete der Albtraum. Die Sixers entließen Brand per Amnestie-Klausel. Diese gibt jedem Team die Möglichkeit, einen Spieler zu entlassen, um so das Gehaltsvolumen zu senken. Das ist im Hinblick auf den Salary Cap wichtig. Das Gehalt muss zwar weitergezahlt werden - zählt aber nicht mehr zum Gesamt-Etat des Clubs.

Alle NBA-Teams, die unter dem Salary Cap lagen, durften für Brands Dienste bieten. Das höchste Gebot gaben die Dallas Mavericks ab. Dort soll der 32-Jährige - als Backup für Dirk Nowitzki und Chris Kaman - als Scorer, Rebounder und Shotblocker auffällig werden. "Es wird großartig sein, mit jemandem wie Dirk zusammenzuspielen", freut sich Brand. Die Arbeit als Stellvertreter des Stars beginnt im Oktober.



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