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Enger Terminplan Tennisprofis drohen mit Streik

Weltranglistenvierte Murray: "Wir möchten, dass sich ein paar Sachen ändern"Zur Großansicht
REUTERS

Weltranglistenvierte Murray: "Wir möchten, dass sich ein paar Sachen ändern"

Die weltbesten Tennisspieler haben genug: Wegen der hohen Belastung durch den engen Terminplan erwägen die Profis, in den Streik zu treten. Sie fordern weniger Turniere und mehr Pausen. Vor allem die Top-Stars Rafael Nadal und Andy Murray finden deutliche Worte.

Hamburg - Am Anfang war es nur Kritik am engen Terminkalender, jetzt drohen die weltbesten Tennisspieler ganz offen mit Streik. "Es ist eine Möglichkeit. Ich weiß aus Gesprächen mit einigen Spielern, dass sie davor keine Angst haben", sagte der Weltranglisten-Vierte Andy Murray aus Schottland.

Ob es tatsächlich zum Ausstand kommt, darüber soll beim nächsten Treffen des Spielerrates in Shanghai (China) gesprochen werden, wo vom 9. Oktober an das nächste Masters-Turnier stattfindet. Dann sollen Forderungen an die Herren-Profi-Organisation (ATP) und den Internationalen Tennis-Verband (ITF) konkretisiert werden. "Wir möchten, dass sich ein paar kleine Sachen ändern. Zwei, drei Wochen Pause im Jahr, ein paar Turniere weniger. Ich denke nicht, dass das unvernünftig ist", sagte Murray.

Auslöser der Diskussionen war die Kritik des Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal, zugleich Vizepräsident des Spielerrates, der nur vier Tage nach seiner Finalniederlage bei den US Open gegen Novak Djokovic im Davis Cup für Spanien spielen musste. "Es kann nicht sein, dass zwei große Wettbewerbe wie ein Grand-Slam-Turnier und der Davis Cup so dicht beieinander liegen. Wenn das so weitergeht, werden die besten Spieler nicht mehr im Davis Cup antreten", drohte Nadal und schimpfte in Richtung der Funktionäre: "Sie müssen sich ja nicht anstrengen. Sie sind in einer bequemen Lage."

Davis Cup direkt im Anschluss an Wimbledon und die US Open

ITF-Präsident Francesco Ricci Bitti wies die Kritik zurück. Nadal habe das Recht müde zu sein, sagte Ricci Bitti zwar, verwies aber darauf, dass der Spanier in den vergangenen beiden Jahren nur dreimal im Davis Cup angetreten sei. Immer mehr Stars hatten sich zuletzt Pausen vom Team-Wettbewerb gegönnt, weil die Viertel- und Halbfinals jeweils im Anschluss an die Grand-Slam-Turniere von Wimbledon und New York ausgetragen werden.

Von den derzeit besten Spielern hat Nadal mit 72 Spielen in knapp neun Monaten die meisten Partien absolviert. Der Weltranglistenerste Djokovic kommt auf 67 Spiele, musste der hohen Belastung aber nun Tribut zollen. Beim Davis-Cup-Aus gegen Argentinien gab der Serbe am vergangenen Sonntag wegen einer Verletzung auf, nachdem er sich einen Muskel zwischen den Rippen gerissen hatte. Djokovic muss nach eigenen Angaben drei bis sechs Wochen pausieren.

Der frühere Wimbledonsieger Michael Stich hat unterdessen kein Verständnis für die Drohung der Profis. "Ich glaube, die Spieler vergessen, dass all diese Turniere dafür sorgen, dass sie einen Job haben", sagte Stich der britischen BBC. Als Tennisprofi müsse man wissen, worauf man sich einlasse, so Stich weiter: "Sie wollen weniger spielen, aber das gleiche Preisgeld kassieren und mehr Einfluss auf das Programm haben. Es ist aber keine Traumwelt da draußen, es ist ein Job. Und wenn du den machen willst, musst du dich mit der Situation arrangieren."

ham/dpa/sid

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insgesamt 3 Beiträge
hazadeur 20.09.2011
Ohhh, die armen, armen Tennispieler! Die tun mir ja jetzt so richtig Leid! Da hat der Nadal ein Spielchen verloren und wird gleich gallig. Dabei hat er ja wirklich hart gearbeitet. 72 Spiele, sprich Arbeitstage in 9 Monaten, [...]
Zitat von sysopDie weltbesten Tennisspieler haben genug: Wegen der hohen Belastung durch den engen Terminplan erwägen die Profis, in den Streik zu treten. Sie fordern weniger Turniere und mehr Pausen. Vor allem die Top-Stars Rafael Nadal und Andy Murray finden deutliche Worte. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,787343,00.html
Ohhh, die armen, armen Tennispieler! Die tun mir ja jetzt so richtig Leid! Da hat der Nadal ein Spielchen verloren und wird gleich gallig. Dabei hat er ja wirklich hart gearbeitet. 72 Spiele, sprich Arbeitstage in 9 Monaten, also in gut 270 Tagen. So als Durchschnittsarbeitnehmer arbeitet man in 9 Monaten an ca. 200 Tagen. Natürlich müssen die Tennisprofis zwischen den Spielen auch noch Trainieren, aber wie viel Zeit sie dafür Aufwenden ist letztlich ihnen überlassen. Einem Trainingszwang im engeren Sinne unterliegen sie ja nicht. Dafür werden zumindest die Spitzenspieler auch noch recht üppig entlohnt. Bei den Gagen kann man schon erwarten, dass die Stars auch etwas leisten. Über 900.000$ für den US-Open-Zweiten (also Verlierer) kann man kaum meckern (als Verlierer). Vier Tage Pause bis zum nächsten Match sind da wohl nur in dem Sinne kurz, als dass die Zeit nicht reicht, das Geld auszugeben. Und schlußendlich sind die Tennisspieler ja nicht verpflichtet, an jedem Turnier teilzunehmen. Wer hat von Nadal verlangt, die US-Open zu bestreiten? Wenn er sich für ein Turnier anmeldet weiß er ja vorher, wann welche Veranstaltung mit einer anderen kollidiert. Muss er halt weniger Turniere spielen, der Nadal. Finanziell wird er das ja wohl verkraften.
JS.Leipzig 20.09.2011
Also das ausgerechnet der ewige "Hinterherrrenner" Murray sich aufregt, entzieht sich mir. Der müsste eigentlich JEDES Turnier mitnehmen um mal die Chance auf das oberste Treppenplätzchen zu haben. Ansonsten kann ich [...]
Also das ausgerechnet der ewige "Hinterherrrenner" Murray sich aufregt, entzieht sich mir. Der müsste eigentlich JEDES Turnier mitnehmen um mal die Chance auf das oberste Treppenplätzchen zu haben. Ansonsten kann ich meinem Vorredner nur zustimmen. Niemand zwingt die Spieler an jedem Turnier teilzunehmen. Da muss man sich nur mal die Besetzung der aktuellen Damenturniere ansehen. Da besteht das Feld im Durchschnitt aus einer Top10-Spielerin und evtl 1-2 Top-20 Spielerinnen. Der Rest sind dann "Tennisarbeiter" die auf das Geld noch angewiesen sind und hoffen, durch das mangelnde Interesse der Elite ein bisschen nach oben zu rutschen. Der Großteil der Top-Spielerinnen macht nach den US Open erstmal Urlaub. Auch S. Lisicki und A. Petkovic setzen 3 Turniere aus. Ansonsten wärs ja mal lustig zu sehen, wer sich an so einem Spielerstreik am Ende beteiligen würde. Meiner Meinung nach wären das hauptsächlich die gesättigten Spieler, die einfach keinen Bock mehr auf die kleinen Turniere haben aber trotzdem ohne Fleiß möglichst ganz oben stehen möchten ohne permanent das "Fußvolk" im Auge behalten zu müssen. Bei den Damen würden mir da die Williams-Schwestern und M. Sharapova einfallen. Aber naja..sollen sie ruhig. Deshalb würde das Interesse an den kleinen Turnieren auch nicht nachlassen. Es ist ja nun nicht so, dass die sich nicht lohnen würden. C. Wozniacki hat noch keinen GrandSlam-Titel und ihre 10,5 Mio $ Preisgeld (mit 21 Jahren wohlgemerkt) zu über 50% den kleinen Turnieren zu verdanken. Selbst unsere Bine (seit kurzem frisch in den Top20)ist schon mit 1,8 Mio dabei. Und das sind nur die Preisgelder. Sponsoren-Verträge (Nike, adidas etc) und Werbeeinnahmen (für die Top-Spieler) bringen bestimmt auch noch ein bisschen was. Also: jammern auf hohem Niveau. Lediglich die Forderung, dass 2 wichtige Turniere wie die US Open und der Davis Cup nicht unmittelbar nacheinander stattfinden sollen, halte ich für legitim.
tunga 20.09.2011
Wer zum Geier schaut eigentlich noch Tennis.
Wer zum Geier schaut eigentlich noch Tennis.
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.





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