Epo-Doping Neuer Verdacht gegen Rasmussen

Wegen Dopingverdachts wurde Michael Rasmussen von der diesjährigen Tour de France ausgeschlossen. Nun gibt es neue Hinweise: In Urin-Proben des Dänen soll ein neuartiges Epo-Mittel nachgewiesen worden sein.


Hamburg - In mehreren Urin-Proben, die während der Tour de France genommen wurden, soll bei Rasmussen das neue Epo-Mittel Dynepo nachgewiesen worden sein. Das berichtet die französische Tageszeitung "L'Equipe".

Nach Angaben der Zeitung habe das Labor in Chatenay-Malabry den Radsport-Weltverband UCI von den Befunden unterrichtet. Da die benutzte Nachweismethode aber noch nicht durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) anerkannt ist, seien die Resultate juristisch nicht verwertbar.

Der Wirkstoff Dynepo gilt als nächste Generation des Dopings. Es soll die Muskeln noch effektiver mit Sauerstoff versorgen als andere Epo-Präperate. Im Gegensatz zum künstlichen Epo wird es aus Zellen menschlicher Haut hergestellt. "In Chatenay-Malabry sind seit einem Jahr etwa zehn Fälle von Dynepo-Doping festgestellt worden", sagte Pierre Bordry, Präsident der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD).

Rasmussen war während der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt für mehrere Etappen Träger des Gelben Trikots. Nachdem bekannt wurde, dass er zuvor falsche Angaben über seine Trainingsorte gemacht hatte und so bei vier Doping-Kontrollen nicht anzutreffen war, wurde der 33-Jährige von seinem Team Rabobank von der Tour ausgeschlossen.

hut/sid



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