Eröffnungsfeier in Athen Das Olympische Feuer brennt

Seit der Nacht brennt das Olympische Feuer in Athen. Mit einem Spektakel wurden die 28. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Die Innenfläche des Stadions wurde dabei in einen kleinen See verwandelt, auf dem die Olympischen Ringe in Flammen loderten. Die Choreographie schlug eine Brücke zwischen Antike und Neuzeit.


Entzündung des Olympischen Feuers in Athen
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Entzündung des Olympischen Feuers in Athen

Athen - Nach 108 Jahren sind die Olympischen Spiele der Neuzeit in der Nacht zum Samstag nach Athen zurückgekehrt. "Olympische Spiele, willkommen zu Hause!", mit diesen Worten eröffnete die Präsidentin des Organisationskomitees, Gianna Angelopoulos-Daskalaki, kurz vor Mitternacht die 28. Spiele der Neuzeit. "Euer Wettkampf steht im Zeichen des Friedens" rief sie den Athleten zu. Das Olympische Feuer entzündet der griechische Surfer und Olympiasieger von 1996, Nikolaos Kaklamanakis. Die spektakuläre Eröffnungsfeier im Olympia-Stadion begann mit der Flutung der Arena und einer gigantischen Lichtshow.

74.000 Zuschauer bekamen vor dem Einmarsch der Sportler aus 202 Nationen und der Eröffnung der Spiele durch Griechenlands Staatschef Konstantinos Stefanopoulos eine Atem beraubende Show der Überraschungen zu sehen. Über 4000 Künstler erfüllten das unter den Leitmotiven "Human Heartbeat" ("menschlicher Herzschlag") und "Running" ("Laufen") stehende Programm mit Leben, das von dem Engländer Jack Morton mit größtem Aufwand produziert wurde. Von der griechischen Geschichte inspiriert und mit modernster Technologie umgesetzt erlebte das Publikum eine faszinierende Show, bei der unter anderem 2500 Kostüme präsentiert wurden. 1838 Lichtquellen hüllten die Arena in einen gleißend hellen Schein.

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Eröffnungsfeier in Bildern: Spektakel in Feuer und Wasser

Anschließend zog ein Großteil der 10.500 teilnehmenden Sportler ins Stadion ein - in der Reihenfolge ihrer Länder nach dem griechischen Namen und Alphabet. Voran schritt nach alter Tradition allerdings der griechische Fahnenträger. Das griechische Team selbst bildete dann, wie für den Gastgeber üblich, den Abschluss der Parade. Die deutsche Fahne wurde vom Springreiter und vierfachen Olympiasieger Ludger Beerbaum ins Stadion getragen. Viele Sportler aus der Dritten Welt trugen farbenfrohe traditionelle Trachten ihrer Länder.

Um 23:46 Ortszeit nach Ansprachen von Angelopoulos-Daskalaki und IOC-Päsident Jacqes Rogge erklärte Griechenlands Staatschef Stefanopoulos die Spiele für eröffnet. Anschließend wurde die weiße Fahne mit den Olympischen Ringen gehisst und das Olympische Feuer durch Surf-Olympiasieger Nikos Kaklamanakis entfacht. Damit endete der Fackellauf über 78.000 Kilometer durch 26 Länder und alle fünf Kontinente im Athener Olympiastadion.

Dem Startschuss für die 16 Tage dauernde Spiele wohnten zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus aller Welt bei, unter ihnen auch Bundespräsident Horst Köhler.

Zuversicht beim Einmarsch: Die deutsche Olympia-Delegation während der Eröffnungszeremonie
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Zuversicht beim Einmarsch: Die deutsche Olympia-Delegation während der Eröffnungszeremonie

Bei den ersten Olympischen Spielen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sind die Sicherheitsvorkehrungen so hoch wie nie. Dessen ungeachtet hoffen Veranstalter und Athleten auf faire und fröhliche Spiele. Der griechische Minister für öffentliche Ordnung, Giorgos Voulgarakis, erklärte am Freitag, es gebe keine Hinweise auf eine Bedrohung.

Wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Athen waren die Straßen im Zentrum der griechischen Hauptstadt wie ausgestorben. Aus Sicherheitsgründen wurden die beiden großen Zufahrtsstraßen für den öffentlichen Verkehr gesperrt, nur Fahrzeuge mit entsprechender Akkreditierung durften die Polizeikontrollen passieren.

Selbst die Anzahl der Zubringerbusse wurde auf ein Fahrzeug pro Stunde reduziert. Nach dem Beginn der Eröffnungszeremonie (21 Uhr Ortszeit) herrscht bis 2 Uhr morgens absolutes Fahrverbot. Bei der Großaktion zum Schutz vor Terroranschlägen waren rund 30.000 Sicherheitskräfte in Athen im Einsatz.

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