Schach-Kandidatenturnier Caruana verteidigt die Führung im Spitzenspiel

Spitzenreiter gegen den Zweiten - Diese Partie war mit Spannung erwartet worden. Fabiano Caruana konnte beim Schach-Kandidatenturnier den Angriff von Verfolger Schachrijar Mamedjarow abwehren und bleibt an der Spitze.

US-Schachspieler Fabiano Caruana
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US-Schachspieler Fabiano Caruana


Fabiano Caruana bleibt auch nach der zehnten Runde des Berliner Schach-Kandidatenturniers erster Anwärter auf die Herausforderer-Rolle von Weltmeister Magnus Carlsen. Der USD-Spieler verteidigte seine Führung im Gesamtklassement in der Spitzenbegegnung gegen seinen ärgsten Verfolger Scharijar Mamedjarow. Beide trennten sich nach 58 Zügen Remis.

Es war eine hart umkämpfte, zähe Partie zwischen den beiden Topspielern. Caruana eröffnete mutig, zeigte, dass er sich nicht mit einem Unentschieden begnügen wollte. Dann hatte der Aserbaidschaner jedoch plötzlich die Oberhand und übte Druck auf den Führenden aus. Caruana zeigte in der Verteidigung jedoch alle seine Qualitäten - das Remis war demnach folgerichtig. Hier können Sie den Verlauf der Partie nachlesen.

In der Gesamtwertung bleibt somit vier Runden vor dem Ende alles beim Alten an der Spitze. Carunana ist weiterhin einen halben Punkt vor Mamedjarow in Front.

Während der US-Spieler damit weiterhin die positive Überraschung des Turniers ist, setzt sich der Abwärtstrend beim ehemaligen Topfavoriten fort. Lewon Aronjew verlor auch seine Partie gegen den Russen Wladimir Kramnik. Statt wie erhofft Carlsen herauszufordern, findet sich der Armenier nun am Ende des Feldes wieder. Damit hatte niemand gerechnet.

Ungeschlagen, aber sieglos

Wesentlich mehr den Erwartungen entsprach, dass der Chinese Ding Liren auch seine zehnte Partie mit einem Remis abschloss - diesmal trennte er sich schiedlich friedlich von US-Spieler Wesley So. Es war für Li im zehnten Duell das zehnte Remis. So bleibt er weiter ungeschlagen - aber eben auch sieglos.

Remis endete auch die vierte Begegnung zwischen Sergey Karjakin und seinem russischen Landsmann Alexander Grischuk. Grischuk hat damit weiter Außenseiterchancen, am Ende doch noch auf Platz eins zu springen.

aha

insgesamt 4 Beiträge
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quark2@mailinator.com 23.03.2018
1.
Wieso "Lewon Aronjew" ? Eigentlich heißt er doch "Lewon Aronjan" und selbst mit russischem Namen "Lew Aronow", zumindest laut Wikipedia ... In jedem Fall spielt er oft recht erfrischend :-) ...
lesheinen 23.03.2018
2.
Ich kann machen, was ich will: die Verlinkung verweist auf die neunte Runde, nicht auf die zehnte Die Partie Maredjanow ./. Caruana ist nicht abrufbar.
TscheffichheißeTscheff 23.03.2018
3. Wieso
werden eigentlich die angenehm-interessanten Videoanalysen von Daniel King immer so gut versteckt, dass ich sie auf spiegel.de nur mithife von Google finde?
Anno2012 23.03.2018
4. Korrekturen
Der USD Spieler kommt vermutlich aus den USA. Liren trennt sich schließlich und vermutlich nicht schiedlich. Lewon wurde bereits in Kommentar #1 angesprochen. Sprachlich ... ach lassen wir das. Anno2012
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