Der Fall Armstrong: Eine Chronologie

Lance Armstrong galt jahrelang als Dominator der Radsportszene. Zwischen 1999 und 2005 feierte er sieben Titel bei der Tour de France. Genauso weit reichen die Dopingvorwürfe gegen den US-Amerikaner zurück. Eine Chronologie einer umstrittenen Karriere.

Ex-Radprofi Armstrong (Archiv): Umstrittene Karriere Zur Großansicht
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Ex-Radprofi Armstrong (Archiv): Umstrittene Karriere

1992: Armstrong beendet das olympische Rennen als 14. und wechselt nach den Spielen in Barcelona ins Profilager. In seinem ersten Rennen, dem Clásica San Sebástian, wird er Letzter.

1993: Er wird Weltmeister, gewinnt die USPRO Championships sowie seine erste Etappe bei der Tour de France.

1996: Er startet das Jahr als Weltranglistenerster. Im Oktober unterzieht er sich einer Chemotherapie. Bei Armstrong war zuvor Hodenkrebs diagnostiziert worden, der bereits in Lunge und Gehirn gestreut hatte.

1997: Armstrong beginnt wieder mit dem Training und gründet eine Stiftung, die sich der Krebsforschung widmet.

1998: Er kehrt in den Wettkampfzirkus zurück, gewinnt die Luxemburg-Tour, die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt sowie den Cascade Classic in Oregon.

1999: Für das Team US Postal gewinnt Armstrong als zweiter Amerikaner die Frankreich-Rundfahrt.

2000: Er fährt zu seinem zweiten Tour-Sieg und veröffentlicht ein Buch mit dem Titel "Tour des Lebens".

2001 - 2003: Die Tour-Erfolge Nummer drei bis fünf folgen.

2004: Armstrong wird Wochen vor seinem sechsten Tour-Triumph beschuldigt, leistungssteigernde Medikamente einzunehmen.

2005: Er verkündet im April seinen Rücktritt nach der Tour, die er zum siebten Mal gewinnt. Im August berichtet die französische Sportzeitung "L'Equipe", dass in sechs Urinproben des Amerikaners von 1999 das Blutdopingmittel Epo nachgewiesen wurde. Armstrong bestreitet die Vorwürfe weiterhin.

2006: Armstrong wird freigesprochen, da die erneuten Tests der Proben nicht nach wissenschaftlichem Standard durchgeführt wurden.

2008: Am 9. September verkündet Armstrong sein Comeback.

2009: Im April wirft ihm die französiche Anti-Doping-Agentur (AFLD) vor, dass er bei Dopingproben nicht kooperiere.

2010: Dopingsünder Floyd Landis, früherer Teamkollege bei US Postal, beschuldigt unter anderem Armstrong, dass auch er leistungssteigernde Mittel eingenommen habe.

2011: Im September zitiert die "Sports Illustrated" Armstrongs früheren Weggefährten Stephen Swart. Dieser bezeichnet Amrstrong als "einen Anstifter" der zu Epo geraten habe. Nach der Australien-Tour tritt er endgültig zurück. Im Mai berichtet Armstrongs früherer Edelhelfer Tylor Hamilton, dass beide während der Tour 1999, 2000 und 2001 mit Epo gedopt hatten.

2012: Am 29. Junibezichtigt ihn die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur (Usada) des Doping-Missbrauchs und suspendiert ihn von allen Wettkämpfen. Am 20. August weist ein Gericht Armstrongs Klage gegen die Usada zurück. Drei Tage später gibt er den Rechtsstreit um die Dopingvorwürfe auf. Ihm droht der Verlust aller sieben Tour-Siege.

chp/sid

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  • Freitag, 24.08.2012 – 12:21 Uhr
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Dopingsubstanzen und ihre Wirkung
Die Ausdauerleistung ist wesentlich davon abhängig, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen kann. Das Hormon Erythropoetin (Epo) stimuliert die Produktion roter Blutkörperchen. Die erhöhte Anzahl der im Organismus zirkulierenden Erythrozyten verbessert die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und steigert damit Ausdauerleistungsfähigkeit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.

Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)

Kampf gegen Doping
Am 10. November 1999 wurde auf Initiative des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die unabhängige Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Lausanne gegründet. Zusammen mit den nationalen NOKs und staatlichen Organisationen will die Wada die internationale Dopingbekämpfung fördern und einheitliche Standards für Kontrollen in allen Ländern schaffen. Das Anti-Doping-Programm der Wada wurde im März 2003 von allen Delegierten der internationalen Sportverbände, der Regierungen und dem IOC auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kopenhagen angenommen. Der Welt-Anti-Doping-Codex löste im darauffolgenden Jahr den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen 2004 auch für die Olympischen Spiele.





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