Fall Basso: Verdächtige Blutbeutel werden untersucht

Ivan Basso gerät immer mehr unter Druck: Der italienischen Anti-Doping-Agentur liegen sieben Blutbeutel aus der Fuentes-Affäre vor, die dem Radstar zugerechnet werden. Die Ermittler fordern einen DNA-Test, um das Material untersuchen zu können.

Hamburg - Die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" meldete heute, dass die Anti-Doping-Agentur des Nationalen Olympischen Komitees von Italien (Coni) sieben Blutbeutel aus Madrid erhalten habe, die dem Giro-Gewinner von 2006 zugerechnet werden. Die mit Codenamen wie "Birillo" (der Name von Bassos Hund) beschrifteten Beutel stammen aus den Jahren 2005 und 2006. Der 29-Jährige muss sich am 2. Mai vor dem Coni verantworten. Gleichzeitig soll die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Basso wegen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz und Falschaussage vorbereiten. Gestern hatte das Rad-Team Discovery Channel Basso suspendiert .

Radprofi Basso: "Es geht ihm sehr schlecht"
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Ettore Torri, der Vorsitzende der Anti-Doping-Agentur, hat Basso für den 2. Mai vorgeladen und wird einen DNA-Abgleich fordern. Sollte der Profi ihn verweigern, kann laut Torri auf Blut zurückgegriffen werden, dass vor einigen Wochen bei einer unangemeldeten Trainings-Kontrolle entnommen worden war. Über einen positiven DNA-Abgleich mit dem bei Fuentes gelagerten Blut war auch Jan Ullrich, der am 26. Februar zurücktrat, zu Fall gekommen. "Der Abgleich ist nützlich, aber nicht entscheidend. Wir haben genügend Material aus Madrid, um unsere Schlüsse zu ziehen", sagte Torri. In der "Gazzetta" hieß es weiter, Interpol sei im Besitz von Unterlagen über einen SMS-Verkehr Bassos mit Fuentes während des Giro 2006.

Basso habe gestern geweint, teilte dessen Anwalt Massimo Martelli mit: "So habe ich Ivan noch nie gesehen, es geht ihm sehr schlecht." Martelli habe keinerlei Informationen von der italienischen Justiz und könne sich auch die erneute Coni-Vorladung nicht erklären. Basso, dem bei einer Verurteilung zwei Jahre Sperre drohen, ließ über seinen Anwalt erneut erklären, dass er sich einem DNA-Test nicht verweigern werde.

all/sid/dpa

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