Ländervergleich gegen die Schweiz Kerber und Petkovic starten im Fed Cup

Bislang war es unklar, ob Australian-Open-Gewinnerin Angelique Kerber im Fed Cup spielen wird. Nun hat Teamchefin Rittner entschieden: Die deutsche Nummer eins im Tennis tritt gegen die Schweiz an.

Deutsche Tennisprofis Petkovic (l.), Kerber: "Wäre ja wahnsinnig"
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Deutsche Tennisprofis Petkovic (l.), Kerber: "Wäre ja wahnsinnig"


Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber und Andrea Petkovic bestreiten die ersten beiden Einzel-Partien für die deutschen Tennis-Frauen im Erstrunden-Spiel des Fed Cups gegen die Schweiz. Das gab Teamchefin Barbara Rittner bekannt - sie hatte sich die Entscheidung bis zuletzt offen gelassen.

"Ich wäre ja wahnsinnig, wenn ich sie rausgelassen hätte. Das war keine Frage, es sei denn, sie hätte ihr Veto eingelegt. Aber ich wollte zumindest abwarten, wie sie trainiert und alles wegsteckt", sagte Rittner.

Petkovic steht im ersten Spiel in der mit 4200 Zuschauern ausverkauften Leipziger Messehalle der Schweizer Nummer eins Belinda Bencic gegenüber (Samstag, 13 Uhr, TV: Sat 1). Danach trifft Kerber auf Timea Bacsinszky. Für das Doppel am Sonntag sind Anna-Lena Grönefeld und Annika Beck vorgesehen. Änderungen sind noch möglich.

"Jeder Tag hilft mir weiter"

"Natürlich spüre ich noch immer die Müdigkeit", sagte Kerber, die am vergangenen Sonntag in Melbourne das Finale des Grand-Slam-Turniers gegen Serena Williams gewonnen hatte - und danach die Nacht durchfeierte. "Aber gleichzeitig bin ich froh, wieder auf dem Platz zu stehen. Jeder Tag hilft mir weiter."

Kerber soll die deutsche Auswahl zum dritten Mal nacheinander ins Halbfinale führen. Die 28-jährige Petkovic erhielt trotz ihres Ausscheidens in der ersten Runde den Vorzug vor Beck und Anna-Lena Friedsam, die beide bei den Australian Open das Achtelfinale erreicht hatten.

Bei einem Sieg wären Titelverteidiger Tschechien oder Rumänien am 16. und 17. April der Vorschlussrunden-Gegner. Im Fall einer Niederlage müsste das deutsche Team in der Relegation gegen den Abstieg aus der Weltgruppe der besten acht Nationen kämpfen.

bka/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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jesse01 05.02.2016
1. hmmm ! ob das so richtig ist ?
nichts gegen kerber. aber sie hat halt schon viel stress gehabt die letzten tage. kann mir kaum vorstellen, dass sie sich auf die spiele fokussieren kann. dazu war einfach zuviel trubel die letzten tage um sie herum. dazu kommt noch, dass die gegner natürlich super motiviert sind gegen sie. und bencic und baczinski sind schon starke gegner. ich wuerde kerber auf die bank setzen und den druck wegnehmen. hinter kerber sind wir immer noch gut genug besetzt.
Peter Eckes 05.02.2016
2. @jesse01
Und nachher, wenn das Spiel dann verloren wurde, soll die Rittner vor die Presse gehen und erklären warum sie die Nummer 2 der Welt nicht eingesetzt hat, obwohl sie gekonnt hätte. Nur zu verständlich das sich Barbara Rittner das nicht antun möchte. Abgesehen davon ist Kerber nervlich ja wohl die Stärkste im deutschen Team. Wenn ich mir da die beiden Heulsusen Perkovic und vor allem Lisicki ankucke.
franz.wirtz 05.02.2016
3. Das hat sie sich verdient ...
Angelique Kerber nach ihrem sensationellen Gewinn eines Grand Slam-Turniers auf die Bank setzen? Völlig undenkbar, sie hat sich ihre Teilnahme nicht nur echt verdient, sie soll, kann und muss doch als langersehnter neuer Hoffnungsträger für das Damentennis in Deutschland auftreten. Echte Fans sind immer bereit, ihre Idole nicht nur anzufeuern, sie leiden auch gerne mit, falls es schwierig wird. Von daher, bloß nicht kneifen, sondern ran.
Muenzi 05.02.2016
4. Mutig
Serena Williams tritt - wie so viele Tennis-Stars - nicht direkt nach einem Grandslam Finale im Fed Cup an. Da ist Angelique Kerber von anderem Holz. Ihr gebührt Respekt und Dank dafür, dass sie sich dieser Verantwortung stellt.
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