Fernsehrechte ARD und ZDF wollen wieder Wimbledon zeigen

Die Lisicki-Show im Wimbledon hat bei den öffentlich-rechtlichen Sendern offenbar Wirkung gezeigt. Nachdem ARD und ZDF vom Siegeszug der Deutschen keine Live-Bilder ausstrahlen konnten, soll das wichtigste Tennisturnier der Welt 2014 wieder landesweit zu sehen sein, zumindest teilweise.

Tennisprofi Lisicki: "Sicheren Zugriff auf Wimbledon-Live-Bilder"
AFP

Tennisprofi Lisicki: "Sicheren Zugriff auf Wimbledon-Live-Bilder"


Hamburg - Samstagnachmittag, Wimbledon-Finale, mit einer Deutschen. Und bei ARD und ZDF gab es davon live nichts zu sehen. Das Match zwischen Sabine Lisicki und Marion Bartoli war für die Öffentlich-Rechtlichen offenbar eine schmerzhafte Angelegenheit. Das soll nicht noch einmal passieren. ARD und ZDF wollen künftig wieder Livebilder vom Tennisturnier in Wimbledon zeigen.

"Nach den Erfahrungen der letzten Tage werden wir uns ab Montag intensiv damit beschäftigen, sicheren Zugriff auf Wimbledon-Live-Bilder ab 2014 zu bekommen", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky der "Bild am Sonntag".

Demnach plane die ARD, gemeinsam mit dem ZDF und den dritten Programmen einzelne wichtige Spiele live zu übertragen. Das gesamte Turnier einschließlich Lisickis verlorenem Finale gegen Marion Bartoli war nur beim Bezahlsender Sky zu sehen. Der Vertrag läuft nun aus, Sky will aber verlängern.

Sky ließ ARD bei Finale abblitzen

Vor dem Endspiel hatte sich die ARD bereits um den Erwerb der Rechte an der Partie zwischen Lisicki und Bartoli bemüht. Doch Sky lehnte die Offerte nach eigenen Aussagen ab. Man habe das Angebot "eingehend geprüft und für nicht ausreichend erachtet", sagte der Sprecher des Senders, Ralph Fürther, dem Medienmagazin DWDL.de.

Der Bezahlsender soll nach "Sponsors"-Informationen für die Sublizenzierung von der ARD rund 1,5 Millionen Euro gefordert haben. Zur Einordnung: Nach "Sponsors"-Informationen soll Sky insgesamt 700.000 Euro für die Übertragung des gesamten Turniers zahlen.

Die ARD war nach dem Bericht des Branchenmagazins dazu bereit, einen hohen sechsstelligen Euro-Betrag zu zahlen. Sky wollte sich auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE nicht weiter zu den Verhandlungen äußern.

chp/psk/dpa

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insgesamt 27 Beiträge
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pepe1955 07.07.2013
1. optional
Klare Ansage! Den Vermarkter wird's freuen, denn der Marktpreis für die Übertragungsrechte scheint ja wohl keine Rolle zu spielen. Warum auch? Der Gebührenzahler wird's schon richten.
undichsachnoch 07.07.2013
2. Absurd
Die Wahrscheinlichkeit, dass auch nächstes Jahr ein deutscher Spieler/ eine deutsche Spielerin weit kommen wird, ist doch eher gering. Auch wenn Lisicki ein wirklich tolles Turnier gespielt hat und ihr der Belag Rasen sehr liegt, muss man doch zugestehen, dass sie 2 Mal großes Glück gehabt hat, überhaupt ins Finale zu kommen. Sollte sie nächstes Jahr im Viertelfinale ausscheiden, interessieren sich wieder nur die wirklichen Tennisfans (das sind nicht so wahnsinnig viele) für Tennis in Wimbledon. Und die können ja Sky abonieren. Das ist mal wieder typische öffentlich-rechtliche Pseudo-Strategie. Kostet nur leider ziemlich viel Geld.
spmc-126521672352922 07.07.2013
3. Es wird auch langsam Zeit!!
Fuer alle moeglichen Bloedsinn den die oeffentlich, rechtlichen Sender ausstrahlen, waere eine zukuenftige Uebertragung von grossen Grandslamturnieren mal wieder eine sinnvolle Ausgabe der Milliarden aus den Fernsehgebuehren.
andimey3 07.07.2013
4. Preistreiber im Profi-Sport
Im Profi-Zirkus sind die Öffentlich-Rechtlichen jederzeit willkommen: Mit prall gefüllte Säcken voller Geld der Gebührenzahler - und völlig frei von wirtschaftlichen Zwängen - treiben sie die Preise hoch. Und wo wird dafür an anderer Stelle gespart? Am Wasserkopf der Verwaltung bestimmt nicht. Eher wohl am Bildungsauftrag.
micha.w 07.07.2013
5. Gier wo man hinschaut.
Das hat mit Geschäft nichts mehr zu tun, das ist versuchter Betrug den die von mir nicht geliebte ARD nicht mitgemacht hat. Wenn man für ein Spiel mehr fordert als man für das ganze Turnier gezahlt hat, zeigt das nicht den Willen zur Gewinnoptimierung, sondern einfach nur die Gier, Abgehobenheit und Ferne der sogenannten Topmanager. Nu haben sie gar nix. Toll gemacht, als Skyinhaber wäre ich stolz auf solche Nieten in Nadelstreifen.
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