Fifa-Kongress Palästina zieht Antrag auf Ausschluss Israels zurück

Rückzieher im letzten Moment: Der palästinensische Fußball-Verband hat beim Fifa-Kongress kurz vor der Abstimmung seinen Antrag auf einen Ausschluss Israels zurückgezogen - auf Bitten zahlreicher anderer Verbandsvertreter.

Verbandspräsidenten aus Palästina und Israel: Versöhnliche Geste
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Verbandspräsidenten aus Palästina und Israel: Versöhnliche Geste


Es wurde intensiv diskutiert, doch am Ende reichten sich Palästinas und Israels Verbandspräsidenten, Jibril Al Rajoub und Ofer Eini, die Hand. Der palästinensische Fußball-Verband hat beim Fifa-Kongress in Zürich kurz vor der Abstimmung seinen Antrag auf einen Ausschluss Israels aus dem Weltverband zurückgezogen. Israel bleibt damit Fifa-Mitglied.

Stattdessen soll eine Kommission die Bewegungsfreiheit der Spieler in Palästina überwachen. Die Fifa-Mitgliedsverbände stimmten in Zürich mit 165:18 Stimmen für einen entsprechend kurzfristig geänderten Antrag Palästinas.

Zahlreiche andere Verbandsvertreter hätten ihn darum gebeten, den ursprünglichen Antrag zur Suspendierung zurückzuziehen, sagte Al Rajoub. "Das heißt aber nicht, dass ich meinen Widerstand aufgeben werde. Das ist für mich keine emotionale Frage, es geht für mich um Leben und Tod."

Die Palästinenser werfen den Israelis vor, die Entwicklung des Fußballs in Palästina und die Bewegungsfreiheit von Spielern zu behindern. Eine Kommission soll nun Letzteres überwachen. Die zusätzliche Forderung Palästinas, fünf israelischen Klubs in besetzten Gebieten das Bestreiten von Spielen zu verbieten, fiel weg. "Es liegt an Israel zu helfen und etwas mehr mit Palästina zu teilen", sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter.

mrr/dpa



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schaukelpirat 29.05.2015
1. Und alles nützen sie für politisches Kleingeld...
"Frage von Leben und Tod" - dass ich nicht lache. Wer so etwas behauptet, verbreitet nicht nur miese Propaganda sondern verhöhnt auch die eigenen Glaubensgeschwister, die etwa in Syrien und im Irak tagtäglich zerfetzt werden - dort geht´s um Leben und Tod, nicht in den Palästinensergebieten (war bereits 21 mal dort - letztens in Hebron - und weiß sehr wohl, worüber ich schreibe).
world.citizen.hds 29.05.2015
2. Israels Existenz anerkennen
Es könnte nicht schaden, wenn die Palästinensische Autonomiebehörde und die arabische Liga Israels Existenz anerkennen, und zwar aufrichtig. Die Einstellung, man werde Israel demographisch fluten und am Ende "ganz Palästina" vom Fluss bis zum Meer "befreien", muss endlich aufhören. dazu gehört auch die Integration der UNRWA-"Flüchtlinge" von 1948 in arabischen Ländern oder dem palästinensischen Staatsgebiet. Auch die Anerkennung einer jüdischen Minderheit in der Westbank sollte möglich sein. Diese ewigen Schmutzkampanien der arabischen Länder gegen das einzige jüdische Land sind nichts als eine Fortsetzung des Vernichtungskriegs mit diplomatischen Mitteln und führen zu nichts sinnvollem, nur Blutvergießen, d.h. periodisch auftretenden echten Kriegen.
00kille00 29.05.2015
3. Hab ich was verpasst?
Seit wann ist "Palestina" ein Staat? Wieso ist "Palestina" Mitglied der Fifa? Diese Bevölkerung stellt sich hinter Terroristen, die nichts anderes wollen, als Israel zu vernichten. Es bleibe der Grundsatz bestehen: Wir verhandeln nicht mit Terroristen!
hansdampf01 29.05.2015
4.
Zitat von world.citizen.hdsEs könnte nicht schaden, wenn die Palästinensische Autonomiebehörde und die arabische Liga Israels Existenz anerkennen, und zwar aufrichtig. Die Einstellung, man werde Israel demographisch fluten und am Ende "ganz Palästina" vom Fluss bis zum Meer "befreien", muss endlich aufhören. dazu gehört auch die Integration der UNRWA-"Flüchtlinge" von 1948 in arabischen Ländern oder dem palästinensischen Staatsgebiet. Auch die Anerkennung einer jüdischen Minderheit in der Westbank sollte möglich sein. Diese ewigen Schmutzkampanien der arabischen Länder gegen das einzige jüdische Land sind nichts als eine Fortsetzung des Vernichtungskriegs mit diplomatischen Mitteln und führen zu nichts sinnvollem, nur Blutvergießen, d.h. periodisch auftretenden echten Kriegen.
Wäre auch angebracht wenn die israelische Regierung Palästina anerkennen würde....und zwar aufrichtig bitte! Die Einstellung, man werde Palästina zersiedeln und am Ende "ganz Israel" vom Fluss bis zum Meer "befreien", muss endlich aufhören. So könnte ich weiterschreiben, und es würde 1:1 passen ;)
SachDebattierer 29.05.2015
5. Palästina ANERKENNEN!!!
Zitat von world.citizen.hdsEs könnte nicht schaden, wenn die Palästinensische Autonomiebehörde und die arabische Liga Israels Existenz anerkennen, und zwar aufrichtig. Die Einstellung, man werde Israel demographisch fluten und am Ende "ganz Palästina" vom Fluss bis zum Meer "befreien", muss endlich aufhören. dazu gehört auch die Integration der UNRWA-"Flüchtlinge" von 1948 in arabischen Ländern oder dem palästinensischen Staatsgebiet. Auch die Anerkennung einer jüdischen Minderheit in der Westbank sollte möglich sein. Diese ewigen Schmutzkampanien der arabischen Länder gegen das einzige jüdische Land sind nichts als eine Fortsetzung des Vernichtungskriegs mit diplomatischen Mitteln und führen zu nichts sinnvollem, nur Blutvergießen, d.h. periodisch auftretenden echten Kriegen.
Und es könnte nicht schaden, wenn die "Achse der Guten" Palästina erst einmal als Staat anerkennen würden. 135 Länder haben diesen Schritt nämlich seit 1988 bereits getan. http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Anerkennung_des_Staates_Palästina Das darf aber niemand wissen, und daher wird der Kommentar hier wahrscheinlich auch nicht erscheinen.
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