Beschimpfung wegen Crash: Vettel will sich nicht entschuldigen

Ein Crash mit Narain Karthikeyan hatte Formel-1-Pilot Sebastian Vettel in Malaysia Punkte gekostet, erbost titulierte er den Inder daraufhin als "Gurke". Einen Grund für eine Entschuldigung sieht der Weltmeister immer noch nicht. Rückendeckung erhielt er nun von seinem Rennstall.

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Rennfahrer Vettel: "Da zeigt man ein bisschen Emotionen."

Hamburg - Der Frust über die verlorenen Punkte beim Großen Preis von Malaysia sitzt bei Sebastian Vettel tief: Auch eine Woche nach seinem Emotionsausbruch wegen des Crashes mit dem Inder Narain Karthikeyan in Kuala Lumpur sieht sich der Formel-1-Weltmeister im Recht. "Auf einem soliden vierten Platz die Punkte so zu verlieren, das ist natürlich enttäuschend. Da zeigt man ein bisschen Emotionen, und ich glaube, dafür muss man sich auch nicht schämen", sagte Vettel am Dienstag bei einem Auftritt im Technocentre von Motorenpartner Renault in Guyancourt nahe Paris.

Vettels Rennstall Red Bull hat unterdessen größere Vorsicht von den Hinterherfahrern gefordert. "Die fahren in einer anderen Liga, sind teilweise sechs bis acht Sekunden langsamer und da muss man mehr aufpassen", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko am Montagabend bei "Servus TV".

Vettel war durch den Zusammenstoß mit dem überrundeten Hispania-Boliden von Karthikeyan vom vierten auf den elften Platz zurückgefallen und hatte keine WM-Punkte geholt. Danach hatte er in Interviews den Inder als "Gurke" bezeichnet, ihm den Stinkefinger gezeigt und dessen Fähigkeit als Formel-1-Pilot in Zweifel gezogen. "Von einem professionellen Sportler erwartet man, dass er nicht so eine Heulsuse ist", sagte Karthikeyan über den Zusammenstoß.

Preis für außergewöhnlichen sportlichen Leistungen

In Paris erhielt Vettel außerdem den Prix Serge Kempf, den Großen Preis der L'Académie des Sports. Er wurde für seine außergewöhnlichen sportlichen Leistungen im Jahr 2011 geehrt, in dem er elf Siege holte, 15 Mal auf der Pole Position stand und seinen WM-Titel verteidigt hatte. Weitere Preisträger sind unter anderem Super-Sprinter Usain Bolt, Tennis-Star Roger Federer, Schwimm-Legende Mark Spitz und Bergsteiger Reinhold Messner. Vettel erhält den Preis erst als dritter Deutscher nach Steffi Graf 1988 und Michael Schumacher 2001.

joe/sid/dpa

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