Frankreich-Rundfahrt Tour-Fahrer Dueñas Nevado positiv auf Doping getestet, Razzia im Teamhotel

Neuer Dopingfall bei der Tour der France: Der Spanier Moises Dueñas Nevado vom Team Barloworld ist positiv auf Epo getestet worden. Die französische Polizei durchsuchte das Mannschaftshotel und nahm den Fahrer vorübergehend in Gewahrsam.


Hamburg - Die Tour de France hat ihren zweiten Dopingfall. Nach dem Spanier Manuel Beltrán wurde ein Landsmann des Blutdopings überführt: Moises Dueñas Nevado vom britischen Team Barloworld wurde positiv auf Epo getestet. Der Rennstall zog den Fahrer daraufhin aus dem Rennen zurück. Die Polizei nahm ihn vorübergehend in Gewahrsam. Die französischen Behörden hatten zuvor das Hotel des Rennstalls in Tarbes durchsucht. Zwei Polizeiautos seien am frühen Vormittag vorgefahren und hätten bereits nach kurzer Zeit wieder das Hotel verlassen, berichten mehrere Hotelangestellte übereinstimmend.

Spanier Dueñas Nevado: Nach dem Zeitfahren überführt
Team Barloworld

Spanier Dueñas Nevado: Nach dem Zeitfahren überführt

Pierre Bordry, der Vorsitzende der französischen Anti-Doping-Agentur, erklärte, Dueñas Nevado sei nach der vierten Etappe, dem Zeitfahren am 8. Juli in Cholet, positiv auf Epo getestet worden. An diesem Tag belegte er den 82. Rang.

Der Dopingfall ist das zweite Epo-Vergehen bei dieser Tour de France. In der vergangenen Woche war der spanische Landsmann Dueñas Nevados, Manuel Beltrán, ebenfalls auf die Substanz getestet worden.

Der 27-Jährige lag bislang als 19. des Gesamtklassements gut im Rennen. Er hatte einen Rückstand von 6:43 Minuten auf den Führenden Cadel Evans. Der Profi des Teams Barloworld lag damit einen Platz hinter dem Gerolsteiner-Profi Stefan Schumacher.

Barloworld ist ein britisches Team, das 2003 als südafrikanischer Rennstall gegründet wurde. 2004 fuhr es unter italienischer Lizenz, seit 2005 ist es britisch. Das Team hat keine ProTour-Lizenz und nimmt dank einer Wildcard an der Tour de France teil.

Um 10.30 Uhr machte sich das Barloworld-Team mit den sieben verbliebenen Fahrern zum Start des elften Teilstücks auf. Kapitän Mauricio Soler hatte kurz nach dem Start der 5. Etappe verletzt aufgegeben. Bekanntester Fahrer des Teams war in der Vergangenheit Igor Astarloa, der vor gut einem Monat aufgrund eines Dopingverdachtes von seinem Rennstall Milram suspendiert worden war.

ruf/fpf/AP/dpa/sid



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