Frauen-Fußball Eigentor verhindert Traum-Finale gegen USA

Die deutschen Fußball-Damen haben sich selbst um den Einzug in das olympische Finale gebracht. Durch ein Eigentor kurz vor Schluss musste sich die deutsche Auswahl den Norwegerinnen geschlagen geben.


An der Abwehr lag es nicht: Steffi Jones (l.) im Zweikampf gegen Ragnhild Glubrandsen (r.)
AP

An der Abwehr lag es nicht: Steffi Jones (l.) im Zweikampf gegen Ragnhild Glubrandsen (r.)

Sydney - Im Halbfinale des olympischen Turniers unterlag das Team von Bundestrainerin Tina Theune-Meyer der norwegischen Auswahl knapp mit 0:1 (0:0) und verpasste damit das erhoffte Finale gegen die USA. Ausgerechnet die deutsche Tina Wunderlich sorgte mit ihrem Eigentor zehn Minuten vor dem Abpfiff für den entscheidenden Treffer.

Dabei war die deutsche Elf über 90 Minuten lang vor 16.710 Zuschauern im "Football Stadium" von Sydney die klar bessere Mannschaft. "Wir haben uns mehrere Chancen herausgearbeitet, die zu Toren hätten führen müssen", bemängelte Theune-Meyer die schlechte Chancenauswertung. Vor allem die Duisburgerin Inka Grings überbot sich im Auslassen bester Möglichkeiten. Drei Minuten vor dem Wechsel traf die 22-Jährige nach einem Fehler der Norwegerin Kristin Bekkevold sogar das leere Gehäuse nicht.

"Wir hatten heute richtiges Glück", gestand der norwegische Trainer Per-Mathias Hagmo die Überlegenheit der deutschen Frauen ein. Bis zur 80. Minute, als Verteidigerin Tina Wunderlich nach einer Flanke von Hege Riise den Ball über die herauseilende Torfrau Silke Rottenberg ins eigene Tor lenkte, hatte Norwegen keine einzige Torchance.

Im kleinen Finale treffen die Deutschen am Donnerstag nun auf Brasilien, die im zweiten Halbfinale den Goldmedaillenfavoritinnen aus den USA mit 0:1 (0:0) unterlagen. "Jetzt heisst es: Kopf hoch und weitermachen", machte sich auch Pechvogel Wunderlich Mut für das Duell um Bronze. Immerhin hatte man die Brasilianerinnen in der Vorrunde mit 2:1 besiegen können.



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