Handball-Bundesliga der Frauen: Thüringen will den Titel-Hattrick

Zweimal in Folge feierten Thüringens Handball-Frauen zuletzt den Meistertitel. Mit dem Saisonstart beginnt am Wochenende für Buxtehude und Leipzig die Jagd auf den Liga-Krösus. Doch auch international will der THC endlich glänzen.

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dapd

Thüringens Handball-Frauen: Titelverteidiger in der Bundesliga

Hamburg - Unter Zugzwang sieht Herbert Müller sein Team nicht. "Wir müssen niemanden mehr etwas beweisen", sagt der Trainer des Handball-Frauen-Meisters Thüringer HC vor dem Bundesliga-Start an diesem Wochenende. Auch nach zwei Titelgewinnen in Serie sei seine Mannschaft weiter erfolgshungrig, der Meister-Hattrick das Ziel. "Qualität kommt von Quälen. Wir haben alle hart gearbeitet, freiwillig wollen wir den Titel nicht hergeben", sagt auch Spielführerin Kerstin Wohlbold.

Am Samstag (18 Uhr) beginnt die Saison für die Thüringerinnen vor heimischem Publikum gegen Frisch Auf Göppingen. Vize-Meister Buxtehude startet die Jagd auf den THC am selben Tag gegen den HC Frankfurt/Oder (16 Uhr). Auch wenn die Vorbereitung der Buxtehuder Frauen durch viele verletzungsbedingte Ausfälle beeinträchtigt wurde, sieht sich der Herausforderer gerüstet. Der Meisterkampf in der höchsten deutschen Spielklasse dürfte erneut zum Nord-Ost-Gipfel werden.

Mit dem THC und dem HC Leipzig kommen zwei Spitzenclubs aus dem Osten, auch die Frankfurterinnen haben das Halbfinale als Saisonziel ausgegeben. Nord-Club Buxtehude gehört auch in der neuen Spielzeit zu den ärgsten Konkurrenten. Zugang Marcella Deen sagt: "Die Meisterschaft wäre natürlich ein Traum. Es hoffen in Buxtehude alle auf den Titel."

Gespielt wird ab Samstag letztmalig im umstrittenen Playoff-Modus. Die zwölf Vereine treten erst in Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Es folgt die K.o.-Runde, in der die besten acht Clubs beginnend mit dem Viertelfinale den Titel ausspielen. Die beiden Letztplatzierten steigen direkt ab. Ab der Saison 2013/2014 wird es nach der Vorrunde eine Teilung der Liga in zwei Sechsergruppen geben: die Meister- und die Abstiegsrunde. Schon jetzt dürfen die Trainer erstmals eine dritte Auszeit nehmen. Bisher waren maximal zwei Unterbrechungen erlaubt.

Neben neuen Regeln haben die Clubs auch zahlreiche neue Gesichter in ihren Reihen. Mit gleich fünf Zugängen greift der THC an. Darunter Nationalspielerin Anja Althaus, mit der Thüringens Handball-Frauen nun endlich auch ihren ersten Sieg in einem Spiel der Champions League anstreben. Ein Titel in der Königsklasse ist für einen deutschen Club zwar weiter kaum erreichbar, doch im Pokalsieger-Wettbewerb rechnet sich der THC Chancen aus. Mit Platz drei in der Gruppenphase der Champions League dürften die Thüringerinnen in diesem Wettbewerb weitermachen.

Auch in Buxtehude und Leipzig wird von der Königsklasse geträumt. Zwei Wochen nach dem Bundesliga-Start müssen sich die deutschen Vertreter in Norwegen zunächst in einem Qualifikationsturnier beweisen.

Herbert Müller kann sich dann noch zurücklehnen. Als Meister ist sein Team automatisch für die Gruppenphase qualifiziert. "International wollen wir diesmal nach vorne kommen", sagt er.

kem

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Meister der Handball Bundesliga der Frauen*
Jahr Meister Vizemeister
2012 Thüringer HC Buxtehuder SV
2011 Thüringer HC Buxtehuder SV
2010 HC Leipzig Bayer Leverkusen
2009 HC Leipzig Bayer Leverkusen
2008 1. FC Nürnberg HC Leipzig
2007 1. FC Nürnberg Bayer Leverkusen
2006 HC Leipzig Bayer Leverkusen
2005 1. FC Nürnberg DJK/MJC Trier
2004 FHC Frankfurt/Oder 1. FC Nürnberg
2003 DJK/MJC Trier Buxtehuder SV
2002 HC Leipzig TV Lützellinden
2001 TV Lützellinden HC Leipzig
2000 TV Lützellinden HC Leipzig
*seit 2000

DHB-Rekordspielerinnen
Platz Name Spiele
1. Grit Jurack 300
2. Michaela Erler 285
3. Petra Uhlig 282
4. Evelyn Hübscher 270
5. Katrin Mietzner 260
6. Silvia Schmitt 245
7. Sabine Adamik 236
8. Kristina Richter 234
9. Andrea Stolletz 227
10. Kathrin Blacha 222
(Quelle: DHB)